Testspiel Landesklasse/Landesliga: Fortuna Babelsberg - Schönwalder SV 53  2:1 (0:1)

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Fortuna mit der RSV Eintracht 1949 ein "Schwergewicht" der Landesliga zu Gast und zeigte sich auf Augenhöhe. Mit dem Schönwalder SV 53 folgte nun ein zweiter Aufstiegsaspirant der Landesliga (3.Tabellenplatz) und erneut spielte Fortuna stark.

Wie schon gegen den RSV Eintracht gehörten die ersten Minuten dem Gastgeber. Immer wieder kurbelten Krause und Tauscher auf der rechten Seite das Angriffsspiel Fortunas mit schönen Doppelpässen an und eine dieser Aktionen schloss Stephan Tauscher in der 11.Minute mit einem Volleyschuss aus 12 Meter halbrechts direkt ab. Der Ball verfehlte aber um Zentimeter die lange Ecke des Schönwalder Tores. Spätestens jetzt war auch Schönwalde hellwach und so sahen die Zuschauer ein schnelles und rassiges Spiel, bei dem aber zunächst die Defensivreihen auf beiden Seiten Torerfolge verhindern konnten. Nach rund 30 Minuten, ähnlich wie beim Spiel gegen den RSV, kam Fortuna etwas von seiner Linie ab und die Schönwalder Angriffe wurden von mal zu mal gefährlicher. In der 32. Minute fiel etwas unglücklich, aus Sicht der Gastgeber, das 0:1, als sich ein Schönwalder auf der rechten Seite durchsetzt, den Ball von der Grundlinie zurückzieht, Stefan Geißler`s Rettungsversuch misslingt und Lukas Bahnemann 5 Meter vor dem Tor frei zum Schuss kommt , Rene Oschmann im Fortuna-Gehäuse hat keine Abwehrmöglichkeit. Nur knapp 10 Minuten später hat Fortuna die große Chance zum Ausgleich, als mit einem Doppelpass über links Sebastian Michalske 5 Meter vor dem Tor völlig freistehend angespielt wird, aber am hervorragend reagierenden Gästekeeper scheitert und so gehen beide Teams bei angenehmen äußeren Bedingungen und guten Platzverhältnissen (Dank an alle Schneeräumer) in die Pause.

Nach dem Wechsel sind beide Teams zunächst weiter auf Augenhöhe und erspielen sich die eine oder andere Chance, es bleibt aber zunächst beim 0:1. In der 56.Minute dann die große Chance für Schönwalde auf 2 Tore davonzuziehen, aber der in der 2.Halbzeit das Fortuna-Tor hütende Neuzugang Marco Jung kann die 1:1 Situation zu seinen Gunsten gestalten. Dies sollte aber für längere Zeit der letzte große Aufreger vor dem Fortuna-Tor sein, denn die Gastgeber tun in der 2.Halbzeit mehr für das Spiel, sind aggressiver und Schönwalde kommt trotz der lautstarken Anweisungen von Trainer Mario Berg zunehmend von der Linie ab. Fortuna ist jetzt das stärkere Team, nutzt aber, wie so oft, die Chancen nicht. In der 65.Minute hat dann aber die Glücksgöttin wohl ein Einsehen, als Philipp Kubitza zwei Schönwalder vor dem Strafraum austanzt, nicht angegriffen wird und aus gut 20 Metern abzieht. Sein, von einem Verteidiger abgefälschter Schuss schlägt unhaltbar für den guten Christian Strehk zum verdienten 1:1 ein. Das gibt weiteren Auftrieb beim Gastgeber und Fortuna bestimmt jetzt das Geschehen, ist der Führung näher, als der höherklassige Gast. Bereits am gegnerischen Strafraum wird attackiert und die Schönwalder zeigen Nerven. Mehrere schlechte Abspiele und "Querschläger" bringen Fortunas Offensive in aussichtsreiche Positionen. Die größte Chance hat erneut Sebastian Michalske, der aber erneut aus kurzer Entfernung am hervorragend reagierenden Christian Strehk scheitert. In der 76. Minute dann die verdiente Fortuna-Führung. Sebastian Höhlich fängt einen Angriff im Mittelfeld ab und bedient mit einem mustergültigen Pass durch die Viererkette Daniel Ziemann auf halbrechts, der mit seinem Schuss aus 6 Metern in die kurze Ecke Schönwaldes Torhüter überwindet. Weitere Chancen werden aber vergeben und so setzt Schönwalde in den letzten 10 Minuten noch einmal alles auf eine Karte und zwei Mal bietet sich die Chance zum Ausgleich in der 85.Minute. Zunächst wird ein Schönwalder vor der Strafraumgrenze nicht angegriffen, seinen Schuss kann aber Marco Jung mit einer tollen Parade noch um den Pfosten lenken. Die anschließende Ecke sieht erneut einen Schönwalder am langen Eck ungedeckt, aber auch diesen Kopfball klärt Fortunas Torhüter. Damit war das Pulver auf beiden Seiten verschossen

Schönwaldes Trainer Mario Berg ärgerte sich nach dem Spiel über den etwas unerklärlichen „Einbruch" seiner Elf in der 2.Halbzeit, während seinem Gegenüber Mathias Mros die Freude über ein erneut gutes Spiel gegen ein höherklassiges Spitzenteam anzusehen war. Aber auch er rätselte etwas über das erneute „schwächeln“ seines Teams in der Viertelstunde vor der Halbzeit, (ähnlich wie gegen den RSV Eintracht, als man beide Gegentore fing).