Landesklasse: Fortuna Babelsberg- TSV Treuenbrietzen  0:2 (0:0)

Nach 7 Pflichtspielsiegen in Folge und Tabellenplatz 2 ging Fortunas Serie am vergangenen Wochenende mit dem 0:3 beim Spitzenreiter in Rathenow zu Ende. Davon scheint sich die Mannschaft noch nicht recht erholt zu haben, denn seit 192 Minuten gelang kein eigener Torerfolg mehr.

Die Gäste aus Treuenbrietzen machten es den Hausherren allerdings auch nicht leicht. Kompakt in der Abwehr stehend hofften Sie auf Ihre Chancen und die erste kam in der 10.Minute, als Nico Höhne einen Freistoß in Richtung langes Eck schlug und da Niemand an den Ball kam, musste Rene Oschmann im Tor der Gastgeber im letzten Moment sein ganzes Können aufbieten um den Einschlag im Dreiangel zu verhindern. Ein erstes Achtungszeichen, das die Gastgeber, wie so oft, mit viel Ballbesitz und dem Bemühen um Torchancen beantworteten. Es blieb aber zunächst beim Bemühen, denn außer einer Serie von Eckbällen holten die Gastgeber nichts Zählbares heraus und Enrico Maas im Tor der Gäste musste nicht wirklich ernsthaft eingreifen. In der 19.Minute dann die große Chance zur Gästeführung nach einem krassen Fehlabspiel in der Fortuna-Defensive. Erneut aber kann Rene Oschmann das Geschoss von Nico Höhne mit einem tollen Reflex über die Latte lenken. Aus dem daraus folgenden abgewehrten Eckball leitet Fortuna einen schnellen Angriff über Robert Jenner ein, dessen Hereingabe spitzelt ein Treuenbrietzener wenige Zentimeter vor der Torlinie dem einschussbereiten Denny Schwabe noch von der Schuhspitze. Nur 2 Minuten später verzieht Odaee Abbas aus 15 Metern nur ganz knapp. Erneut ist es der, von Fortunas Defensive kaum in den Griff zu bekommende Nico Höhne, der es ihm auf der Gegenseite nach einer halben Stunde Spielzeit aus 16 Metern gleichtut. In der 35.Minute endlich eine sehenswerte Kombination der Hausherren über die Stationen Patrick Wolff und Odaee Abbas, dessen Hereingabe Robert Jenner mit einem tollen Flugkopfball aus 12 Metern knapp neben den Pfosten setzt. In der 43.Minute kann auch Gästekeeper Enrico Maas zeigen, dass er ein richtig Guter ist. Robert Jenners Flanket von rechts 4 Meter vor dem Tor am langen Pfosten Daniel Ziemann, der sofort abzieht, aber Maas verhindert mit seinem Körper den Einschlag und so wechseln beide Teams torlos die Seiten. Die zweite Hälfte beginnt turbulent. Der Sekundenzeiger hat gerade 2 Runden gedreht, als ein langer Ball aus der Gästeabwehr Fortunas zu weit aufgerückte Defensive überraschte und Daniel Schulz allein auf Rene Oschmann zumarschieren kann, im Duell Eins gegen Eins bleibt in diesem Fall der Stürmer Sieger und es steht nach 47 gespielten Minuten 0:1. Nun versuchten die Gastgeber weiter Druck aufzubauen, aber die Angriffe werden in der torgefährlichen Zone zu ungenau vorgetragen, was bereits im letzten Spiel zu sehen war und so hatte die Gästeabwehr zwar Arbeit, aber das Tor konnte Fortuna nicht wirklich gefährden. In der 58.Minute erhalten die Gastgeber Anschauungsunterricht über Effektivität und Passgenauigkeit. Ein über rechts vorgetragener schneller Konter erreicht, nach einer flachen, zentimetergenauen Hereingabe den heran schlitternden Daniel Schulze und der Ball ist zum 0:2 im Netz der Hausherren. Nun steht Treuenbrietzen noch kompakter und als nach einer Stunde Spielzeit mehrere Fortuna-Stürmer in einer Art Scheibenschießen im Strafraum vergeblich versuchen den Ball, der immer wieder von Füßen und Körpern abprallt, im Tor unterzubringen, ahnt Jeder im weiten Rund, das die Gäste wohl als Sieger vom Platz gehen könnten, denn die Hausherren versuchen nach wie vor spielerisch die nun sehr kompakt und gut stehende Abwehr auszuhebeln. Dies gelingt aber nicht, denn selbst beste Schusschancen werden zu Gunsten eines Dribblings oder Abspieles auf einen vermeintlich besser postierten Mitspieler verschenkt. So holen die Gäste mit ein wenig Glück, aber durch das konsequente Nutzen der Torchancen nicht unverdient drei Punkte. Die Gastgeber müssen nun aufpassen wieder in die Spur zu finden. Fortunas "7 Spiele Erfolgsserie" scheint einige Akteure wohl in den Glauben versetzt zu haben, dass die ganze Saison nun ein Selbstläufer wird. Trainer Sebastian Michalske stellte dies nach dem Spiel ebenfalls mit den Worten "Wir waren schon mal weiter", fest.