Landesklasse: FK Hansa Wittstock 1919 - Fortuna Babelsberg 1:1 (1:1)

In dieser Begegnung trafen zwei Kontrahenten aufeinander, die in den Saisonvorbetrachtungen zu den möglichen Aufstiegskandidaten gerechnet wurden.

Allerdings verliefen die Leistungskurven beider Teams in der Saison leicht unterschiedlich. Während die Gastgeber in der Rückrunde zuletzt durchwachsene Ergebnisse erzielt hatten, kam Fortuna, wie in der letzten Saison, in der Rückrunde so richtig in Schwung. Im Jahr 2016 wurde nur gegen den Spitzenreiter Pritzwalk nach einem umstrittenen Tor mit 0:1 verloren, ansonsten blieb das Team ungeschlagen. 18 Punkte und 23:10 Tore sind der Lohn der bisher so erfolgreichen Frühjahrsrunde.

Im Gegensatz dazu "schwächelten" die Wittstocker in der Rückrunde etwas. Fünf Niederlagen waren zu verzeichnen und so kamen bei einem Torverhältnis von 11:14 nur 11 Punkte auf die Habenseite und dies auch noch mit einem Spiel mehr. Rein rechnerisch waren also die Babelsberger in einer leichten Favoritenrolle. Aber zum Glück ist Fußball keine Rechenaufgabe und so standen sich zwei, als spielerisch gleichwertig zu bezeichnende Teams gegenüber.

Die Wittstocker erwischten den besseren Start, denn bereits nach 4 Minuten erzielte Tom Techem, nach einem Fehler der Fortuna-Innenverteidigung, das 1:0. das gab Rückenwind und eine breite Brust. 

Die Gäste ließen sich aber davon, sowie dem guten und frühen Pressing der Hausherren nicht beeindrucken und lösten sich immer wieder spielerisch. Gute Chancen zum Ausgleich wurden aber von Kautz, Protas und Weber vergeben. Die Abwehr um Krause und Röhl stand nun gut und im Mittelfeld organisierten Kautz und Schwabe das Aufbauspiel, das in der 33.Minute nach einem Klassespielzug über Zimmermann, Weber und Ziemann zum Erfolg führte. Ramon Gardemin konnte in höchster Not die scharfe Eingabe nur noch zum 1:1 ins eigene Tor lenken.

Auch in der zweiten Halbzeit hätte jede Mannschaft in einem guten Landesklassenspiel die Partie für sich entscheiden können, aber sowohl Kevin Apitz im Gastgebergehäuse, als auch Marco Jung im Gästetor ließen in eins gegen eins Situationen, bei Kopfbällen oder Schüssen nichts mehr anbrennen.

In einer hitzigen Schlussphase versuchten die Gastgeber mit viel Willen und der Brechstange noch das bessere Ende für sich zu haben, aber außer einigen Ecken und Einwürfen sprang keine Torchance mehr heraus und so trennten sich die Kontrahenten mit dem gerechten Remis.

" Ich war mit dem Auftreten der Mannschaft, trotz der Punkteteilung, sehr zufrieden, da sie oft spielerische Lösungen gefunden und so einem aggressiven und guten Gegner Paroli geboten hat", resümierte Fortuna-Trainer Sebastian Michalske nach der Partie.