Landesklasse: Fortuna Babelsberg - SV Rot-Weiß Gülitz 6:0 (3:0)

Im Vorfeld der Partie gegen das Tabellenschlusslicht hatten mehrere Informationen aus Gülitz zumindest für Verwunderung gesorgt.

So z.B. dass man mit einigen "hochkarätigen" Neuzugängen, u.a. von Tennis Borussia Berlin, noch den Abstieg vermeiden will. Das Tor sollte der 53- jährige Weltenbummler Oliver Hähnke hüten. Um es vorweg zu nehmen, er hat mit Sicherheit ruhigere Tage erlebt. Neben diesen Unwägbarkeiten kam bei den Gastgebern noch die "Unruhe" wegen des kurzfristigen Wechsels auf den Kunstrasenplatzes hinzu. Alles Dinge, die in der Vorbereitung etwas ablenken können, ganz zu schweigen von dem Spielausfall am letzten Wochenende in Nauen.

Fortunas Trainer Sebastian Michalske nahm nur eine Änderung in der Startformation vor, Maximilian Schmidt kam zu seinem ersten Startdebüt. Die Gülitzer hatten Anstoß und sendeten den Ball sofort Richtung Gastgebertor, das sollte aber für eine gefühlte halbe Stunde der letzte Ball in diese Richtung gewesen sein.

Es war danach einfach sehenswert und beeindruckend wie die gesamte Babelsberger Elf auf dieses Spiel fokussiert war und von Beginn an Tempo mit vielen Doppelpässen machte, immer wieder die Seiten wechselte und, das ist noch wichtiger, verlorene Bälle sofort wieder sauber dem Gegner ablief. So war schon früh klar, dass das Führungstor nur eine Frage der Zeit war. Eine weite Flanke von der rechten Seite, von Tony Zimmermann geschlagen, konnte Tim Wolter per Kopf bereits in der zehnten Minute nutzen, dies war gleichzeitig das 50.Saisontor im 17. Spiel.

Konsequent wurde weiter gearbeitet und erneut über rechts, nach einem guten Doppelpass zwischen Andreas Plaue und Philipp-Justus Kautz, war es Felix Thoss der den sauber gespielten Pass ebenso sauber flach unten zum 2:0 (18.) einnetzte. Die Partie war damit zumindest vorentschieden.

Erst jetzt kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und erzielten Wirkung. Mit der nun engagierteren Art und Weise wurde den Hausherren zumindest etwas die Angriffsfreude genommen, ohne das die Gülitzer Offensive aber selbst echte Gefahr ausstrahlte. Spätestens aber nach dem 3:0 durch Dennis Weber nach 35 Minuten war alles klar, als er einen von der Latte abgeklatschten Ball sicher verwandelte.

Nach der Pause ein ähnliches Bild, auch wenn es so schien, als wäre in der ersten Viertelstunde bei den Gastgebern etwas Leerlauf. Das Spiel war bereits im Kopf entschieden, trotzdem waren die Angriffe über beide Außen immer wieder brandgefährlich, die Abwehr wurde damit überlaufen und mehrfach ausgehebelt. Dass nicht jeder gute Angriff zu einem Treffer führt, ist normal und der zu Beginn erwähnte Oliver Hähnke bewies mehrfach, dass er ein Guter ist, ohne ihn wäre das Ergebnis an den Rand des Zweistelligen gekommen.

Die Treffer vier bis sechs fielen von der Art und Weise fast gleich. Durchbruch bis Grundlinie , der scharfe Pass in den Rücken den Abwehr und am langen Pfosten wurde getroffen. In der 65. Minute legte Tony Zimmermann auf der linken Seite, für Felix Thoss zum 4:0 auf, der damit seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Drei Minuten später nutzte Armin Schmidt, mit der ersten Ballberührung, zehn Sekunden nach seiner Einwechslung ,die Chance zum 5:0 (65.) und sechs Minuten vor dem Ende machte Georg Müller, nach feiner Vorarbeit von Robert Leiche, mit dem 6:0 (84.) das halbe Dutzend voll. Im gesamten Spiel wurde Fortunas Keeper Erik Firchau nur zwei Mal bei guten Chancen von Minas Pogosjan und Sabit Alimanovic gefordert.

Bemerkenswert auch die stark besetzte Bank der Babelsberger an diesem Spieltag. Noch bemerkenswerter, dass nach den Wechseln, das Spiel nochmals belebt wurde. Das ist ein Zeichen für den Konkurrenzkampf im Team und wie dicht Jeder an den Stammplätzen dran ist. Es ist aber auch so, das eben nur elf Akteure in der Startelf stehen können, auch wenn es für den einen oder anderen derzeit weniger verständlich ist.

Durch die Ergebnisse des Spieltages, fährt Fortuna nun am kommenden Samstag, erstmalig als Spitzenreiter, zum Auswärtsspiel nach Treuenbrietzen und will natürlich mit einem weiteren Erfolg Druck auf die Konkurrenz aufbauen.

Das nächste Heimspiel führt dann im Stadtderby zwei Potsdamer Teams gegeneinander. Am 24.03.2018 um 15.00 Uhr sind die abwehrstarken Potsdamer Kickers 94 "Am Stern" zu Gast.