David Karaschewitz, der neue Trainer von Fortuna Babelsberg, im FuPa Brandenburg-Interview

Seit wenigen Tagen sitzt David Karaschewitz bei Fortuna Babelsberg auf der Trainerbank

FuPa Brandenburg sprach mit ihm über seine ersten Eindrücke beim Landesliga-Aufsteiger.

Herr Karaschewitz, wie ist die erste Woche bei Fortuna Babelsberg?

Wir hatten am Sonntag das erste Testspiel gegen den SV Dallgow und am Dienstagabend gleich das zweite gegen den FSV Luckenwalde. Am Samstag haben wir uns das erste Mal alle gesehen und kennengelernt. Dafür setzen die Spieler die Sachen schon ziemlich schnell um. Es ist eine spielintelligente Truppe, die natürlich noch lange nicht auf dem Höhepunkt, was die Fitness betrifft, sein kann. Ich fand es gegen Luckenwalde gerade in den ersten 20 Minuten gut, wie wir uns präsentiert und uns Möglichkeiten erspielt und auch erarbeitet haben durch das hohe Pressing. Schade ist, dass wir fünf Gegentore aus Standards defensiv bekommen haben. Aber das war auch noch kein Trainingsinhalt. Das wird alles in den nächsten Wochen kommen. Ansonsten bin ich ganz zufrieden. Wir hätten mindestens das eine Tor verdient gehabt, aber unabhängig vom Ergebnis war es ein guter Auftritt.

Gab es schon eine gemeinsame Trainingseinheit in der kurzen Zeit?

Ja, ein Mal. Wir haben uns am Samstag getroffen und da bin ich schon ins Detail gegangen. Wir haben zwei Einheiten absolviert und dazwischen Mittag gegessen. Ein paar Sachen sieht man davon auch schon, da konnten die Spieler einige Dinge bereits umsetzen.

Es gibt sieben Neuzugänge im Team. Ist deren Integration jetzt erstmal die Hauptarbeit?

Nein, nicht unbedingt. Sie sind schon gut mittendrin. Daher auch der erste Tag, wo wir uns fünf Stunden zusammengesetzt und viel gesprochen haben. Einige kennen sich auch schon und sind teilweise langjährig befreundet, sie sind also nicht komplett neu. Daher gibt es nur zwei oder drei Jungs, die man integrieren muss. Aber sie sind sehr kommunikativ und es sieht nicht nach einer großen Baustelle aus. Mir geht es eher darum, dass wir die mannschaftstaktischen Inhalte relativ schnell umgesetzt bekommen.

Für Sie ist Fortuna Babelsberg und die Landesliga Nord auch komplett neu.

Richtig. Bei mir ist es ähnlich, ich kenne 30 oder 40 Prozent der Mannschaft auch schon über viele Jahre. Mit einigen habe ich in der Jugend zusammen gespielt. Von daher ist es nicht komplett unbekannt, aber schon ein neues Pflaster. Es ist etwas interessantes, das hatte ich vorher noch gar nicht. Ich bin nur mal als Co-Trainer in eine Mannschaft komplett neu reingekommen. Ich wurde aber gut aufgenommen. Für die erste Woche passt alles soweit.

Wie ist die Zielstellung?

Wir können in der Landesliga befreit aufspielen. Wir wollen ankommen und haben keinen Druck, irgendetwas zu machen. Ich will relativ schnell ins gesicherte Mittelfeld. Ich kenne aber die Liga noch nicht so gut und werde mir erst mal ein paar Spiele von den anderen Mannschaften anschauen, um mir einen Überblick verschaffen zu können. Für mich ist der RSV Eintracht eine Mannschaft, die sehr wahrscheinlich sehr weit oben mitspielen wird. Sie haben mit Marcus Stachnik und Lauritz Schulze-Buschhoff, die ich beide in Waltersdorf trainiert habe, nochmal richtig Qualität dazu bekommen. Für mich ist der RSV der Favorit, aber es wird sicher noch eine oder zwei Mannschaften geben, die sie ärgern wollen. Da sehe ich uns aber noch nicht, dafür ist alles noch zu frisch. 

Mit David Karaschewitz sprach Sven Bock.