Landesliga: Fortuna Babelsberg - RSV Eintracht 1949 1:4 (0:3)

Bestes Fußballwetter, über 100 Zuschauer, dazu Aufsteiger gegen Favorit, besser konnten die Rahmenbedingungen für ein Landesligaspiel nicht sein. Im ersten Heimspiel der neuen Saison gab der RSV Eintracht 1949 aus dem benachbarten Stahnsdorf seine Visitenkarte "Am Stern" ab und das war schon eindrucksvoll.

Trainer David Karaschewitz hatte wieder mehrere personelle Alternativen und so wurde die Perleberger Startelf auf zwei Positionen umgestellt. Von Beginn an entwickelte sich ein flottes Spiel, ein jeder Zuschauer sah aber auch, dass die Gäste die Räume schnell zumachten, sehr konzentriert spielten und so auch wenig zuließen. Dieser schnelle Fußball hinterließ schon Eindruck, gerade in der Anfangsphase, bei unseren Ballverlusten. Hier sah man deutlich, dass die Abwehr in den letzten Spieljahren nicht unter einem derartigen Druck stand und Fehler nicht so rigoros bestraft wurden.

Konnte Torwart Erik Firchau in der 5.Minute den Ball noch sicher halten, war er bei dem Doppelschlag von Julian Rauch in der 12. und 14.Minute absolut chancenlos. Von diesen Gegentreffern musste sich unsere Elf erst einmal erholen und in der 21.Minute sendete Dennis Weber das erste Lebenszeichen Richtung RSV Kasten, Ken Straße hatte aber mit dem sogenannten Torwartball wenig Probleme.

Als wenn der 0:2 Rückstand nicht schon genug war, setzte Dennis Paul in der 25.Minute mit dem 0:3 noch einen drauf und dann auch noch mit dem nötigen Glück, denn der Ball aus zehn Metern sprang vom Innenpfosten in die Maschen, das Spiel war zu diesem Zeitpunkt vorentschieden.

Nach der Pause, die Ansprache in der Kabine schien gefruchtet zu haben, wurde schrittweise Gleichwertigkeit erreicht, begünstigt auch durch den schnellen Anschlusstreffer von Maximilian Schmidt in der 53.Minute, der einen abgewehrten Ball abfangen konnte und kurz und trocken aus sechzehn Metern zum 1:3 abschloss.

Viele Zuschauer hatten die Erinnerung und Hoffnung an das Pokalspiel vor zwei Wochen, wo auch ein 0:3 aufgeholt werden konnte und auch diese Möglichkeit war durchaus drin. In der 59.Minute brach Dennis Weber bis zur Grundlinie durch, seinen Rückpass nahm Tayo Göhring aus sieben Metern, aber ein RSV Bein konnte gerade noch so auf der Linie den Einschlag verhindern. Das war dann aber auch der Wachrüttler für die Gäste, die sich nun noch einmal strafften und hinten nicht mehr viel zuließen, so dass sich das Spiel immer mehr ins Mittelfeld verschob. Unsere Elf hatte gefühlt mehr Ballbesitz, die RSV-ler spielten vor allem schnelle nadelstichartige Konter, die aber auch zumeist am Strafraum endeten. Nur für die Statistik, ein zumindest diskussionswürdiger Elfmeter beendete in der Schlussminute ein gutes Landesligaspiel, Marcus Stachnik verwandelte zum 1:4 Endstand.

Vor dem Spiel kamen mehrmals die Bemerkungen, dieses Spiel ist ein Gradmesser für die Saison. War es nun ein Gradmesser? Wissen wir nun wo wir stehen? In der Tabelle auf Platz 14, so dass es ab sofort gilt, auch zu punkten. Dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag die Gelegenheit gegen Oberhavel Velten, dieses Spiel wird vom Dezember 2018 vorgezogen. Aber Achtung, mit dem RSV kam der Tabellenführer, die Veltener stehen auf Platz zwei und sind zudem noch ohne Gegentor. Es wird mit Sicherheit nicht einfacher, aber für das Selbstvertrauen sind nun mal Punkte das beste Allheilmittel. Anstoß am kommenden Samstag ist wiederum um 15.00 Uhr.