Landesliga: SV Zehdenick 1920 - Fortuna Babelsberg 3:0 (1:0)

Das Spiel am Samstag bescherte uns die Fahrt nach Zehdenick und mit dem Selbstvertrauen aus dem Velten-Spiel sollte ein Punkt drin sein, war die Hoffnung.

David Karaschewitz musste erneut umstellen, so waren Dennis Weber und Erik Beckmann von Beginn an dabei. Gut 125 Zuschauer wollten den Auftritt ihrer Mannschaft sehen, waren aber auch gespannt, was der Aufsteiger abliefern würde, gute Kritiken eilten uns voraus.

Mit dem Anpfiff entwickelte sich eine flotte Partie, in der sich unsere Elf um Ballbesitz und Spielkontrolle bemühte, die Gastgeber aber waren auch sehr gut eingestellt. Sie standen sicher in der Abwehr und versuchten immer wieder unseren Spielaufbau, vor allem im Mittelfeld, zu unterbinden, um dann mit sehr schnellem Umkehrspiel ihre Spitzen in Szene zu setzen. In den ersten 25 Minuten gab es zwei gute Fortuna-Möglichkeiten. Einmal setzte sich Armin Schmidt sehr gut durch und Magnus Gaida hatte in der 18.Minute die zweite Möglichkeit, wurde aber, von rechts kommend, zu weit abgedrängt.

In der 26.Minute dann der Führungstreffer für die Zehdenicker. Aus einem Einwurf an der Eckfahne erfolgte eine Kopfballablage und dann der lange Ball, natürlich auch ein Superpass, in unsere Abwehrschnittstelle. John Lormis nutzte die Gelegenheit mit straffem Schuss eiskalt, so wie Stürmer eben ihre Chancen nutzen. Mit diesem Gegentreffer änderte sich das Spiel ein wenig. Die Havelstädter erhöhten den Druck, ohne aber die Abwehr aufzugeben, in der Andre Neukirch eine überragende Partie ablieferte und immer wieder sehr geschickt die Räume zumachte. So konnten wir mit diesem Ergebnis in die Pause gehen, mussten aber auch froh sein, nicht noch einen zweiten Treffer kassiert zu haben.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufgehört hatte, es passierten einfach zu viele leichte Fehlpässe, die zwar gut gemeint, aber vom Gegner immer wieder zu erlaufen waren und so schaften wir uns selbst die Baustellen. Zwischen der 63. und 68.Minute dann die Entscheidung in diesem Spiel. Nach einem Fehlpass ein berechtigter Foulelfmeter für die Zehdenicker, den Erik Firchau halten konnte. Doch Schiedsrichter Ronny Schabanowski ließ ihn widerholen, was allgemeine Verwunderung auslöste, Erik Firchau soll sich zu viel bewegt haben?! Den zweiten Versuch nutzte dann Timothy Pritzel eiskalt.

Fünf Minuten später Handelfmeter auf der anderen Seite, die Entscheidung äußerst fragwürdig. Nach einer Flanke von Andreas Plaue bekam ein Abwehrspieler den Ball an den angelegten Arm. Die Strafstoßchance konnte Dennis Weber aber nicht nutzen, David Rogoski ahnte die Ecke und hielt den Ball und somit auch das 2:0 für die Gastgeber fest. Was wäre wenn und so weiter ist alles spekulativ, es blieben noch zwanzig Minuten.

Trainer David Karaschewitz löste die Abwehr mehr oder weniger auf und brachte noch zusätzliche Offensivspieler, doch der Anschlusstreffer wollte einfach nicht gelingen, ein guter Distanzschuss von Tim Wolter verfehlte knapp den Kasten, mehrere Freistöße landeten immer wieder in Abwehrbeinen und so kam es wie es oft kommt, bei einem langen Ball war Patrick Breyer in der 88.Minute einfach schneller und verwandelte sicher und so bleibt das Fazit, außer Spesen nichts gewesen.

Am kommenden Wochenende kommt nun Stahl Brandenburg an den Stern, die kommenden Aufgaben werden also nicht einfacher. Vor drei Monaten trennte uns noch ein zwei Klassenunterschied, jetzt heißt es sich voll auf diese Aufgabe zu konzentrieren und vor allem psychologisch in der Landesliga anzukommen. Ballverluste werden einfach schneller und konsequenter bestraft, der faire Kampf ist anzunehmen. Anstoß ist am Sonnabend, den 22.09.2018 um 15.00 Uhr.