Landesliga: Fortuna Babelsberg - FC Schwedt 02 1:0 (0:0)

Schönstes Herbstwetter und ein attraktives, insgesamt ausgeglichenes Spiel hätte einen besseren Besuch verdient gehabt. Der Weg aus Schwedt nach Potsdam ist aber nur etwas für hartgesottene Fans.

Trainer David Karaschewitz musste erneut umstellen, Maximilian Schmidt ist bekanntermaßen nach seiner roten Karte in Hennigsdorf gesperrt. 

Die erste Hälfte der ersten Halbzeit gehörte unserer Mannschaft, mit mehr Ballbesitz und zwei, drei klaren Möglichkeiten, so wurde zum Beispiel Georg Müller in der 17.Minute steil geschickt, Bartosz Klonowski im Schwedter Kasten klärte zur Ecke. Zehn Minuten später wäre er aber machtlos gewesen, Tayo Göhring setzte sich auf der rechten Seite durch, die genau getimte Eingabe nahm Magnus Gaida aus elf Metern volley, der Ball landete am linken Pfosten und beim Nachschuss wurde er bedrängt, so dass der Ball über die Latte ging. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung verdient gewesen, aber im Fußball zählt nicht wenn und hätte. In der Schlussphase von Hälfte eins verlagerten die Schwedter ihr Spiel weiter nach vorn und kamen damit besser zum Zug, erzwangen zumindest Gleichwertigkeit und hatten auch Halbchancen zur eigenen Führung. 

Die Entscheidung des Spiels fiel 15 Sekunden nach Wiederanpfiff, viele Zuschauer haben sie gar nicht richtig gesehen, da sie sich noch auf dem Weg zu den Zuschauerplätzen befanden. Die Gäste waren scheinbar nach dem Pausentee noch nicht richtig wach und so nutzte Tayo Göhring die Eingabe von Magnus Gaida zum umjubelten Führungstor, das später zum Tor des Tages avancierte. Dies war für den jungen Mann ein ganz besonderer Treffer, nicht nur weil es sein erstes Pflichtspieltor im Dress der ersten Mannschaft war, es war auch sein Geburtstagstor, er wurde am Freitag 19 Jahre alt. 

Danach nahm die Partie an Fahrt auf, allerdings hatten die Schwedter Gäste mit der Wut im Bauch und den nötigen Willen zum Ausgleich, mehr vom Spiel und deutliche Vorteile. Eine weitere Fußballweisheit muss an dieser Stelle kommen, Spiele gewinnt man in der Abwehr. Sie bewahrheitete sich. Kapitän Florian Bitzka und Justus Kautz gingen mit guten Beispiel voran, trieben immer wieder ihre Nebenleute mit an und sicherten den Vorsprung über die Zeit. In der 55.Minute war Patrick Büchner durch, Florian Bitzka rettete auf der Linie, in der 80.Minute nach einem Gewühl war es erneut Florian Bitzka auf der Linie der den Einschlag verhinderte. Den darauffolgenden Eckball konnte Keeper Erik Firchau bei einem Kopfball aus kürzester Entfernung mit einem Reflex über die Latte lenken und zwei Minuten vor dem Abpfiff rettete Justus Kautz auf der Linie. 

Die gesamte Mannschaft hat sich in das Spiel hinein gekämpft, gepaart mit dem nötigen Glück, konnten die drei Punkte auf der Habenseite verbucht werden. Der Zeigefinger muss aber erhoben werden, vorrangig in der zweiten Hälfte muss man einfach souveräner auftreten und auch den vorentscheidenen Konter setzen, Gelegenheiten dazu gab es. 

Am kommenden Samstag geht es dann nach Angermünde, eine Woche später kommt dann Hansa Wittstock an den Stern.