Landesliga: FSV Babelsberg 74 - Fortuna Babelsberg 1:2 (1:1)

Bereits im Oktober einigten sich beide Mannschaften auf die Vorverlegung des Punktspiels vom Dezember, um die Winterpause zu verlängern.

Die Vorzeichen vor dem Anpfiff waren ähnlich, Beide haben am letzten Wochenende ihre Partien verloren, Beide haben siebzehn Punkte und sind derzeit im sicheren Bereich der Tabelle. Das Wetter spielte mit und lockte doch rund 100 Zuschauer an, die in beiden Lagern gleichmäßig verteilt waren. 

Im Vorfeld der Partie sorgte die Trainervertretung durch Heiko Bengs für Überraschungen. Von dieser Stelle nochmals, im Namen der gesamten Fortuna-Gemeinde, die besten Genesungswünsche und auch Glückwünsche zum Geburtstag an Trainer David Karaschewitz.

In der Vorbereitung auf diese Partie hat man schon gemerkt, dass es zwar nur ein normales Punktspiel ist und trotzdem war einiges eben anders. Die Gedanken drehten sich um die Trainer, auch um den kleinen Platz und schließlich wollte man auch das erste Derby in dieser Saison erfolgreich gestalten.Aus den verschiedensten Gründen fehlten erneut einige Spieler, trotzdem standen Heiko Bengs aber 14 Akteure zur Verfügung , so dass er eine schlagkräftige Truppe in die Partie schicken konnte. An dieser Stelle müssen auch die beiden Fortuna-Trainer Maik Metzig und Mike Troschinski positiv erwähnt werden, die dem Interimstrainer mit ihrem Wissen helfend zur Seite standen.

Mit dem Anpfiff ging es auf beiden Seiten zur Sache, ein Spielaufbau ist auf dem kleinen Kunstrasenplatz schwer möglich. Die ersten Angriffe gingen Richtung 74-er Kasten und bereits nach sieben Minuten nahm Armin Schmidt eine lange Flanke von der rechten Seite direkt, traf den Ball nicht voll, aber er schlug in der langen Ecke mit Hilfe des Innenpfosten zum 0:1 ein. Vorher hatten die Gastgeber zwei Ecken, die aber nichts einbrachten., in der 10.Minute dann die erste Fortuna Ecke, die erneut Armin Schmidt geschickt an den kurzen Pfosten setzte, aus dem sich aber ein schneller Konter entwickelte, den Maximilian Hoffmann zum 1:1 Ausgleich erfolgreich abschloss. Danach begann eine sehr hektische Phase auf beiden Seiten, in der Schiedsrichter Philipp Stolze aus Berlin drei gelbe Karten zeigte, aber nötige Ruhe bewahrte, was den Heißspornen sehr gut tat. Bei einer unübersichtlichen Situation in der 28.Minute an der Seitenlinie, mit einer kleinen Rudelbildung, hatte die Bengs Elf auch das nötige Glück in der Bewertung. In der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte hatten die Gastgeber leichte Vorteile, Zählbares gelang aber nicht und so ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Halbzeitpause.

Nach der Pause wirkte unsere Mannschaft einen Tick aggressiver, der Wille das Derby für sich zu entscheiden war bei allen deutlich zu spüren. Es wurde auf das spielerische Element zum größten Teil verzichtet, es gab klare lange Bälle nach vorn und da sorgten Tayo Göhring und Armin Schmidt immer für Unruhe und gaben selten einen Ball auf. Vorm eigenen Kasten stand Florian Bitzka mit seiner Kopfballstärke als Fels im Abwehrverbund, dahinter Björn Heck im Tor ohne Schwächen. In der 70.Minute dann die Entscheidung, bei einem Abwehrversuch im 74-er Strafraum waren sich ein Verteidiger und Torwart Arne Sommer nicht einig wer den Ball nimmt, Magnus Gaida schaltete am schnellsten und spitzelte ihn am Keeper vorbei und belohnte sein Team mit der erneuten Führung. Danach hatte Justus Kautz die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden, sein Freistoß landete aber am Pfosten, so dass es dann noch zu einer hektischen Schlussphase kam, in dem die Bälle auf beiden Seiten nur noch lang gespielt wurden, früher nannte man dies kick and rush. Die Grün Weißen hatten noch zwei gute Chancen durch Christoph Brandt und Jakob Weiß, aber Björn Heck mit seiner Routine verkürzte geschickt den Winkel und hielt am Ende den 1:2 Auswärtserfolg fest.

Nach dem Abpfiff gab es nur noch Jubel bei den Fortuna-Spielern und Fans, die einen nicht unverdienten Sieg feierten. Heiko Bengs gelang ein Supereinstand und David Karaschewitz wurde nachträglich das beste Geburtstagsgeschenk bereitet, dass hoffentlich einen positiven gesundheitlichen Schub auslöst. Auch wenn die Tabelle derzeit durch die unterschiedliche Anzahl von Spielen etwas verschoben ist, stehen zwanzig Punkte zu Buche und vorerst Platz drei, auch wenn Hennigsdorf am Sonntag vorbeiziehen kann. Am kommenden Samstag geht es dann zum Duell der beiden Neulinge in den Nordosten von Berlin nach Ahrensfelde, die bisher eine noch etwas erfolgreichere Saison spielen und auf Platz zwei stehen, also auf dem Papier ein Spitzenspiel, Anstoß ist bereits um 13.00 Uhr.