Landesliga: SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde - Fortuna Babelsberg 2:1 (1:1)

Das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde führte uns am Samstag zum zweiten Neuling in der Landesliga. Bekannt ist der Ort aus dem Kreis Barnim, da er die Endhaltestelle der S-Bahnline 7 ist, die in Potsdam startet und natürlich auch umgedreht. Die Mannschaft nutzte dies und fuhr gemeinsam Bahn.

Eine zweite Vorbemerkung muss an dieser Stelle gemacht werden, wenn man die gesamte Sportstättensituation im Potsdamer Raum betrachtet, nicht nur aus der eigenen rosa gefärbten Brille, in Ahrensfelde wurden Bedingungen geschaffen, die deutlich zeigen, wie man es gut machen kann, auch ohne Luxus. Den Verantwortlichen in der Landeshauptstadt wäre wirklich ein Ausflug mit der S7 zu empfehlen. Dies ist nicht als Kritik an der Arbeit zu werten, sondern als Tipp, wie es letztendlich auch gehen kann.

Nun aber zum Spiel. Es war von der Tabelle her ein Spitzenspiel, der Zweite war Gastgeber für den Vierten. Trainer David Karaschewitz fehlt weiterhin krankheitsbedingt und so stand Interimscoach Heiko Bengs in seinem zweiten Spiel, einem erneuten Auswärtsspiel, an der Linie. Von der erfolgreichen Mannschaft des letzten Wochenendes beim Derbysieg fehlten Florian Bitzka, Marcel Quast, Magnus Gaida und gelbgesperrt Maximilian Schmidt. Heiko Bengs konnte aber trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft auf das Feld schicken.

Die ersten Minuten waren Minuten des Abtastens, beide Vereine haben im Männerbereich noch kein Spiel gegeneinander bestritten, kannten sich gar nicht. Nach ungefähr zehn Minuten erreichte unsere Mannschaft mehr Ballbesitz, es lief bis zum Strafraum recht flüssig, danach war aber Schluss mit Lustig. Die Grün Weißen verteidigten sehr konzentriert und ließen nicht viel zu, auch wenn das Führungstor in der 22.Minute einem schlecht abgewehrten Ball entsprang, Felix Thoss reagierte blitzschnell zur, zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führung. Es entwickelte sich ein Spitzenspiel, in dem beide sehr diszipliniert arbeiteten um die eigenen Fehler so gering wie möglich zu halten.

In der Nachbetrachtung der Partie hätte ein mögliches 0:2 die Begegnung entscheiden können, aber wie so oft in den vergangenen Spielen scheiterte die Mannschaft am finalen Pass. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann den Gastgebern. In der 40.Minute konnte Keeper Björn Heck einen Freistoß von Marc-Nelson Grzyb aus achtzehn Metern noch abwehren, gegen den Ausgleich durch einen Kopfball von Steven Knömschild war er machtlos. Das Bittere und auch unbedingt erwähnenswerte an dem Gegentor ist, dass dies nach 48 Minuten und 55 Sekunden in einem Spiel fiel, wo es keinen wesentlichen Grund zum Nachspielen gab und in dem auch der Schiedsrichter Alexander Terzibaschian keine Probleme mit beiden Mannschaften hatte, aber diese eine Szene entwickelte sich zum Knackpunkt des Spiels.

Die zweite Hälfte begann wie die erste erneut mit Abtasten, keiner wollte den möglichen entscheidenden Fehler machen, wie im Ahrensfelder Liveticker nachzulesen, das Spiel plätscherte so dahin. Dann die Entscheidung in der 69.Minute. Auf der linken Seite setzen sich die Gastgeber sehr resolut durch, ein Freistoßpfiff lag im Bereich des Möglichen, das Spiel ging aber weiter und die scharfe flache Eingabe konnte Björn Heck nur nach vorn abwehren, Patrick Hamel nutzt in Abstaubermanier diese Möglichkeit.

Nach diesem Tor nahm das Spiel noch einmal etwas an Fahrt auf, eine grundlegende Änderung des gesamten Ablaufs erfolgte in den letzten zwanzig Minuten aber nicht mehr, es wurden einfach erneut zu wenig echte Möglichkeiten erarbeitet, auch die Freistöße aus zwanzig Metern landeten zumeist in der Abwehrmauer und so gab es am Ende mit dem Abpfiff, diesmal mit deutlich weniger Nachspielzeit, eine vermeidbare Niederlage.

Wer sich das Spiel nachträglich ansehen möchte, kann in fussball.de hinter dem Spielergebnis auf die grüne Kamera klicken.

Am kommenden Samstag um 13.00 Uhr geht dann für die Mannschaft die erste Halbserie zu Ende, eine Halbserie mit viel Licht und auch etwas Schatten. Wir begrüßen Schwarz Rot Neustadt und es würde der Fortuna-Fußballseele gut tun, mit einem Erfolg in die Winterpause zu gehen.