Landesliga: Fortuna Babelsberg - SSV Einheit Perleberg 3:0 (1:0)

Im Hinspiel, im August vergangenen Jahres, gab es ein 1:1 Unentschieden durch zwei verwandelte Elfmeter und diese sollten auch diesmal eine wichtige Rolle spielen, aber der Reihe nach.

Zu Beginn der Rückrunde wissen die meisten Teams nicht sicher wo sie leistungsmäßig stehen, es ist ein Start ins Ungewisse, der aber auch oft richtungsweisenden Charakter haben kann. Fortunas Trainer David Karaschewitz konnte fast aus dem Vollen schöpfen und schickte so eine spielstarke Mannschaft auf den Kunstrasen. Erfreulich das unter den Zuschauern auch der vor drei Wochen schwer verletzte Tayo Göhring weilte, um seinen Jungs die Daumen zu drücken.

Schon in den ersten Minuten wollte die Mannschaft Zeichen setzen, so traf nach vier Minuten Georg Müller einen Kopfball nicht richtig, die erste Chance war vertan. Aber auch die Perleberger spielten mit und so konnte Keeper Björn Heck in der 7.Minute eine Riesenchance durch gutes Stellungsspiel vereiteln, dies war aber der sogenannte "Hallo Weckruf". In der 17 Minute ahndete Schiedsrichter Hannes Muhme ein Handspiel unmittelbar vor dem Gästestrafraum und der abgesprochenen Freistoßkombination folgte ein gekonnter Abschluss durch Armin Schmidt aus zwanzig Metern in halbrechter Position, die so wichtige 1:0 Führung war erzielt.

So richtig Ruhe zog aber danach bei Fortuna nicht ein, das Spiel geriet in die unruhigste Phase. In den Minuten 33 bis 36 dann die kuriosesten Szenen und auch eine Art Vorentscheidung. Zunächst gab es für die Gäste einen Handelfmeter, den Veit Gerigk an die Unterkante der Latte setzte und beim Durcheinander im Strafraum, beim Kampf um den zurückspringenden Ball, war die Konzentration weg, es passierte ein erneutes Foulspiel, so dass es in der rein gespielten Zeit von wenigen Sekunden einen zweiten Elfmeter gab. Für viele Beobachter der Partie auch beide völlig berechtigt. Diesmal trat Stefan Fliege an und er scheiterte an Björn Heck, der den Ball aus der linken unteren Ecke holte und so die Null festhielt. Danach gab es noch vor der Pause Möglichkeiten zur numerischen Vorentscheidung, aber es ging mit dem knappsten aller Ergebnisse in die Kabinen.

In der Pause musste Torwart Björn Heck verletzungsbedingt seine Platz im Kasten räumen, Erik Firchau übernahm die Position und, um es auch hier vorwegzunehmen, die Null hielt auch er. Das fehlende Spielglück der sympathischen Perleberger Gäste setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Einen fast harmlosen langen Ball wollte Frederik Töpfer per Kopf zu seinem Keeper zurückspielen, der war aber schon aus seinem Tor geeilt, so dass der Ball vom Innenpfosten zum 2:0 (57.) ins leere Tor trudelte.

In der letzten halben Stunde waren die Messen gesungen, Fortuna war dem 3:0 näher als die Gäste dem Anschlusstreffer. Georg Müller tat sich immer wieder hervor und wollte unbedingt sein erstes Saisontor erzielen, scheiterte aber mehrmals am Gästekapitän und Keeper Kevin Torster. Und so dauerte es bis zur 89.Minute ehe die endgültige Entscheidung fiel. Der sehr agile Dennis Weber setzte sich dynamisch auf der linken Seite durch und Magnus Niklas Gaida vollendete aus acht Metern zum insgesamt gesehenen auch verdienten 3:0 Auftakterfolg.

Was bleibt unterm Strich? Drei Punkte auf der Habenseite, die den Tabellenabstand nach unten weiter vergrößern und eine sehr ordentliche Gesamtleistung der Mannschaft, die damit den aktuell achten Tabellenplatz untermauerte.

Im nächsten Heimspiel in zwei Wochen heißt es die Leistung gegen den SV Zehdenick zu bestätigen. Am kommenden Samstag steht bereits um 13.00 Uhr das schwerste Auswärtsspiel der Saison, in Stahnsdorf gegen den mehr als souveränen Tabellenführer RSV Eintracht 1949, auf dem Plan. Ein Spiel das einen gewissen Derbycharakter hat, aber die Vorzeichen sind einfach zu unterschiedlich, haben doch die RSV-ler fast 5 Tore pro Spiel erzielt und auch das Hinspiel deutlich mit 4:1 für sich entschieden.

Spielszenenhttps://youtu.be/pyEh7rgcQ3s