Landesliga: Fortuna Babelsberg - SV Zehdenick 1920 1:2 (1:0)

ALLE müssen endlich aufwachen, denn diese Niederlage tat einfach nur weh.

Mit dem SV Zehdenick kam der Tabellensechste nach Potsdam und die Vorzeichen für ein spannendes Mittelfeldduell waren gegeben, zumal noch die 0:3 Niederlage in der Havelstadt nach einer der schwächsten Saisonleistungen wurmte. Auch war man interessiert, welche Spuren das 0:5 gegen den RSV Eintracht bei Fortuna hinterlassen hat. Gegenüber der Vorwoche kamen Tim Wolter und Niklas Magnus Gaida in die Startelf von Coach David Karaschewitz.

Mit dem Anpfiff übernahm die Mannschaft das Kommando und versuchte sofort Druck aufzubauen, sie zwangen die Gästeabwehr zu Fehlern, konnten diese aber zunächst nicht nutzen. In der neunten Minute wurde ein langer Ball gespielt, die missglückte Zehdenicker Kopfballabwehr machte für Tim Wolter auf der linken Seite die Bahn frei, sein Ball fand aber keinen Abnehmer. Es dauerte eine Viertelstunde, dann hatten die Gäste in das Spiel gefunden, ohne aber zwingende Möglichkeiten herauszuspielen, die Abwehr um Kapitän Florian Bitzka hatte alles in Griff. In der 24. Minute fiel er dann, der so wichtige Führungstreffer. Georg Müller setzte sich energisch am linken Strafraumeck durch, sein Flachschuss wurde noch unhaltbar abgefälscht und schlug in der langen Ecke zum 1:0 ein. Nur eine Minute später hatte Armin Schmidt die Möglichkeit zum 2:0, diesmal war Keeper David Rogowski der Sieger und wurde von Minute zu Minute stärker, ein echter Rückhalt des bis dato Tabellensechsten und so ging es mit dem knappsten aller Ergebnisse in die wärmenden Kabinen, die Führung war völlig verdient.

Was sich aber schon vor der Pause abzeichnete war das völlig unruhige Spiel unserer Mannschaft, zu keinem Zeitpunkt war jemand auf dem Platz der das Spiel an sich reißen konnte. Viele lange Bälle, im Gegensatz zum sonstigen Kurzpassspiel, fanden nicht den Abnehmer und machten die Gäste immer stärker, die auch zu großen Möglichkeiten kamen, der Ausgleich lag mehrmals in der Luft. Erik Firchau konnte diesen aber noch zwei-, dreimal vereiteln. Im Gegenzug wurden die möglichen Konter nicht konzentriert genug ausgespielt, auch fehlte etwas das Spielglück. Dazu gehört auch die schnelle Verletzung von Tom Riedelsheimer, der nur acht Minuten auf dem Platz war und von Paul Lubner ersetzt wurde, dieser scheiterte nach einer guten Freistoßkombination am Innenpfosten. Und so kam es eben wie es oft im Fußball ist, in den letzten Minuten machte Luca Krüsemann aus seinen beiden Chancen nach unglücklich abgewehrten Bällen in der 81. und 87.Minute aus dem Rückstand einen Sieg, der die Zehdenicker auf den dritten Tabellenplatz bugsierte.

Jetzt heißt es die Trainingseinheiten in der Woche quantitätsmäßig und auch intensiv zu nutzen, dabei alle immer wieder auftretenden möglichen Nebengeräusche auszublenden und sich optimal auf den kommenden Samstag vorzubereiten. Im Kopf muss Klarheit herrschen, dass im Abstiegsrennen noch Punkte benötigt werden, je früher umso ruhiger kann man leben. Die Chance bietet nun die nächste Auswärtspartie, der Anpfiff im alt ehrwürdigen Brandenburger Stahl Stadion erfolgt um 15.00 Uhr.