Landesliga: Fortuna Babelsberg - Pritzwalker FHV 03 5:1 (2:0)

Mit dem höchsten Saisonsieg seit dem Wiederaufstieg in die Landesliga endete am Sonnabend die Begegnung gegen den Pritzwalker FHV. Dabei wusste niemand so recht, wie man die vermeidbare Heimniederlage gegen Zehdenick verdaut hat und sich der Spielausfall am letzten Wochenende auswirken würde?!

Zumal durch die Spielpause und die Ergebnisse der anderen Teams ein Abrutschen auf Tabellenplatz 11 die Folge war. Auch muss man die restlichen Ansetzungen im Kopf haben, es stehen noch sieben Auswärtspartien auf dem Spielplan, das ist nicht unbedingt ein Vorteil.

Dementsprechend waren vor dem Anpfiff die Vorzeichen klar. Gegen das Schlusslicht aus Pritzwalk sollte unbedingt ein Dreier her, um wieder mehr Ruhe in den kommenden Spielen zu haben. Die schwächste Defensive war zu Gast, aber die Offensive der Gäste konnte in den bisherigen Spielen öfter ein Tor bejubeln als unsere Elf.

Trainer David Karaschewitz hatte bei seiner Aufstellung die Qual der Wahl, es stand ihm fast der komplette Kader zur Verfügung, aber auch er kennt die alte Fußballweisheit, jedes Spiel beginnt bei 0:0. Zur Überraschung aller hatten die Pritzwalker in den ersten Minuten etwas mehr Ballbesitz und wollten das Spiel an sich reißen, ohne aber zwingend zu sein. Unsere Elf behielt die notwendige Ruhe und versuchte den Ball in den eigenen Reihen zu halten, den Gegner zu locken. In den ersten Minuten hatte Torwart Erik Firchau den Ball durch Rückspiele öfter als die eigenen Sturmspitzen. Im Fußball zählen aber Tore und der erste aggressiv und schnell vorgetragene Angriff über die rechte Seite brachte Armin Schmidt in aussichtsreiche Position, der auch die notwendige Ruhe hatte, um den Ball in die lange Ecke zum 1:0 (10.) einzuschieben. Magnus Gaida hätte gleich scharf nachwaschen können, sein Schuss ging aber über den Kasten.

Fast bis zur Pause hatte der Tabellenletzte gefühlt mehr Ballbesitz, aber nur eine echte Doppelmöglichkeit in der 37.Minute, die aber durch sehr gute Abwehrarbeit zunichte gemacht wurde. Die Fortuna-Konter wurden nicht konzentriert zu Ende gespielt oder durch knifflige Abseitsentscheidungen unterbrochen. In der 43.Minute aber wurde Georg Müller nicht "zurückgewunken", er spielte gekonnt den Keeper aus, das 2:0 war ein sicheres Halbzeitergebnis.

Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild. In der 54.Minute wurde der Ball auf Magnus Gaida klug durchgesteckt, auch er umkurvte Torwart Marcus Boldt und hatte dann wenig Mühe, zum vorentscheidenden 3:0 zu vollenden. Sein 50 Meter Torjubellauf endete, und das ist positiv bemerkenswert, beim verletzten Tayo Göhring an der Seitenlinie.

Mit einem Doppelwechsel nach einer Stunde Spielzeit wollte David Karaschewitz neue Impulse setzen, das Team benötigte aber einige Minuten, um sich neu und anders zu finden und in diese Zeit fiel die einzige echte Gästemöglichkeit der zweiten Hälfte. Mathias Altenburg nutzte sie in der 71. Minute zum Ehrentreffer. Dies war aber der "Hallo Wachruf" an Fortuna. Florian Neuschäfer -Rube setzte in der 78.Minute zum Dribbling an, zeigte seine technischen Fähigkeiten und wurde erst im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christopher Wittke im Nachschuss zu seinem ersten Pflichtspieltor im Fortuna Dress. Dies gefiel ihm scheinbar so gut, dass er eine Minute vor Abpfiff gleich noch ein zweites zum 5:1 Endstand nachlegt. Absolut sehenswert die Entwicklung des Tores über die Stationen Dennis Weber und Maximilian Schmidt. Wer Interesse daran hat, sollte sich die Filmsequenz des Spiels auf YouTube ansehen.

Drei Fakten des Spiels müssen unbedingt noch Erwähnung finden, es wurde sehr gut die Breite des Platzes genutzt, die Mannschaft blieb endlich mal ohne gelbe Karte und Schiedsrichter Andreas Dornhauser hatte ein leichtes Amtieren während der neunzig Minuten.

Die drei Punkte waren letztendlich souverän und routiniert eingefahren, nun kommen zwei schwere Auswärtspartien auf uns zu. Am kommenden Samstag geht es zu den heimstarken Premnitzern und eine Woche später auf den Kunstrasen im Karli. Was dieser Sieg, mit dem aktuell neunten Tabellenplatz dann wert ist, werden wir am Abend des 6.April sehen. Noch werden einige Punkte benötigt, um möglichst frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, das Potenzial ist allemal vorhanden.