Landesliga: Fortuna Babelsberg - FC 98 Hennigsdorf 1:1 (0:1)

Denkt man an den Herbst 2018 zurück, wer von den ganzen Fußballexperten hätte vorausgesagt, dass der 23.Spieltag in der Landesliga ein Spitzenspiel bei uns auf dem Platz bereit hält. Der Tabellenvierte war zu Gast beim -dritten, beim Neuling!

Kurios vor der Partie, dass beide Teams auch ein zahlenmäßig ähnliches Torverhältnis hatten. Unsere Elf stand vor dem Anpfiff bei 29:33 , bei den Gästen war es genau umgedreht, 33:29. Um es vorweg zu nehmen, auch nach dem Abpfiff galt diese Feststellung. Ebenso ungewöhnlich, die Hennigsdorfer Gäste nahmen die Vorbereitung auf das Spiel bereits mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff auf. 

Auf unserer Seite mussten auf Grund von fünf gelben Karten Georg Müller und Armin Schmidt eine ungewollte Pause einlegen, ebenso standen Max Schmidt und Tom Riedelsheimer sowie einige Langzeitverletzte nicht zur Verfügung und so war der Kader schon relativ eng gestrickt. Aber auch auf Seiten der Gäste fehlten mit König, Dietrich, Tänzler und Zimmermann vier Stammkräfte.

Mit dem Anpfiff aber war das alles Makulatur, es entwickelte sich von Beginn an ein tolles Spiel, an dem nicht nur die Akteure ihren Spaß hatten. Unsere Elf spielte schnell, oft auch über die Außenbahnen nach vorn und hatte mehrere gute Möglichkeiten. Die erste nach zwei Minuten, Andreas Plaue flankt in die Mitte und Niklas Magnus Gaida bekommt nicht ausreichend Druck beim Kopfball hinter das Spielgerät. So geht es bis Mitte der ersten Hälfte weiter, Florian Neuschäfer-Rube zieht aus 16 Metern ab, nach einem Eckball wird der Volleyschuss von Erik Beckmann toll gehalten, dann kommt erneut Gaida einen Tick zu spät an den Ball. Gäste Keeper Angelo Kempf, der bei seinen Ballkontakten sehr sicher wirkt und seine Vorderleute mit hoch puscht, rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Spiels.

Und seine Vorderleute liefern eine konzentrierte Vorstellung ab, versuchen immer wieder ein extrem schnelles Umkehrspiel und einmal gelingt dies auch nach 24 Minuten. Der einzige bis dato zu Ende gespielte Angriff der Hennigsdorfer bringt das 0:1. Bei der Eingabe von links ist Yusuf Abouri am langen Pfosten zur Stelle und schon war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Nach einem kurzen Schütteln der Gastgeber ging es aber wie vor dem Gegentor nur in eine Richtung, an dessen Ende immer wieder Angelo Kempf die Endstation war.

Die zweite Hälfte begann für Fortuna mit einer Schrecksekunde, der zweite bis dahin gefährlich zu Ende gespielte Hennigsdorfer Angriff endete am Tordreieck , Lucas Heidel war der Absender aus vierzehn Metern. Danach ging es wieder in Richtung Gästetor, viele gute Anspiele wurden aber nicht konsequent genug ausgespielt, außerdem hatte eine starke Hennigsdorfer Abwehr auch etwas dagegen. Das Spiel wurde immer umkämpfter, Schiedsrichter Bennjamin Eberst hatte kein unbedingt leichtes Amtieren, zehn gelbe Karten sind aber nicht als unfaires Spiel zu werten, zwei, drei Karten hätte man nicht unbedingt geben müssen. Unterm Strich war es aber eine Leistung der Unparteiischen, sie passten sich dem guten Spielniveau an.

Beeindruckend wie Fortuna immer an die Chance glaubte, das Spiel drehen zu können und wie sich im Laufe der Saison die Mannschaft, die Gelassenheit und Ruhe entwickelt haben. Der Ausgleich durch Dennis Weber in der 77.Minute war dann auch mehr als hochverdient. Er hatte wenig Mühe aus fünf Metern die Eingabe, von der rechten Seite durch Andreas Plaue, zum 1:1 zu veredeln.

Sehr schön aus Fortuna Sicht anzusehen waren auch die letzten Minuten, in denen nochmals erhöhter Druck entwickelt wurde, man wollte unbedingt den Dreier, der an diesem Samstag nicht gelang.

Trainer David Karaschewitz resümierte nach dem Spiel: „ Eine unserer besten Saisonleistungen, es gab keine Schwächephase, die Mannschaft ist über 90 Minuten marschiert“ Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

Am kommenden Ostersamstag gibt es nur ein Spiel in der Landesliga, unser Nachholspiel bei Stahl Brandenburg, das um 15.00 Uhr angepfiffen wird. Nach dem tollen Hennigsdorf-Spiel hat sich das Team einige reisewillige Fans verdient.