Landesliga: Stahl Brandenburg - Fortuna Babelsberg 1:0 (0:0)

Nach mehreren Spielterminverlegungen wurde nun endlich bei allerbesten Fußballwetter gespielt. Die Voraussetzungen für ein gutes Landesligaspiel waren gegeben, trafen doch zwei Teams aus dem vorderen Mittelfeld der Tabelle aufeinander, zudem waren mehr als 100 Zuschauer im altehrwürdigen Stahl Stadion vor Ort. Auch wenn es für Nostalgiker ist, bei Stahl zu spielen ist kein Auswärtsspiel wie jedes andere.

Um es gleich an den Anfang zu stellen, es war eine sehr faire Partie, in der ersten Hälfte verlief das Spiel so ruhig wie einem (fast) Feiertag angemessen. Zwei Möglichkeiten auf jeder Seite, beide wurden von den Keepern Erik Firchau und Alexander Tarnow pariert. Die gastgebende Stahl Elf stand sehr tief und versuchte viel mit langen Bällen zu arbeiten, brachte Unruhe durch die wieselflinken Japaner.

Auch David Karaschewitz hatte seine Mannen gut eingestellt, die Abwehr stand sicher und über viel Ballbesitz sollte die Stahlabwehr in Bedrängnis gebracht werden, was aber nur selten gelang, da den letzten Pässen oft nicht nur die Genauigkeit sondern auch die Schärfe fehlte. Die beiden Möglichkeiten zur Fortuna Führung hatten Armin Schmidt und Georg Müller. Ihre Abschlüsse fanden aber, wie bereits erwähnt, nicht den Weg ins Tor.

Schon in den Halbzeitgesprächen war unter den Zuschauern klar, wer hier heute ein Tor erzielt geht als Sieger vom Platz. Und dieser Treffer fiel in der 58.Minute für die Gastgeber, es war eine Zusammenarbeit der japanischen Fraktion. Eine lange Flanke von der linken Seite segelte durch den gesamten Strafraum, am zweiten Pfosten wird der Ball per Kopf in die Mitte gespielt und Brandenburgs Torgarantie Mudai Watanabe reagiert am schnellsten und lässt aus sechs Metern Erik Firchau keine Abwehrchance.

Danach nahm das Spiel nur einen leicht geänderten Verlauf, die Gastgeber zogen sich weiter zurück und warteten auf ihre Kontermöglichkeiten, die sie, auch das muss erwähnt werden, unkonzentriert zu Ende spielten. Die Partie hätte in der 81.Minute noch eine Wende mit dem besten Fortuna Angriff des Spiels nehmen können.

Als Schiedsrichters Enrico Großimlinghaus ein vermeintliches Handspiel im Fortuna Strafraum nicht als Elfmeter bewertete, wurde im Konter gegen noch gestikulierende Stahlkicker ein schneller Angriff über die linke Seite gefahren, den Philipp- Justus Kautz an der Strafraumgrenze auch mit einem direkten flachen Abschluss verwandeln wollte, doch Alexander Tarnow im Tor der Gastgeber hatte etwas dagegen und hielt diesen Ball und somit auch den Sieg fest.

Unterm Strich bleibt eine unnötige, aber auch nicht unverdiente Niederlage. Im Gegensatz zur Vorwoche war es natürlich ein Rückschritt, in der Körpersprache und der gedanklichen Schnelligkeit waren wir im Nachteil, solche knappen Spiele werden oft, sehr oft über den Kopf entschieden. Sieben Spieltage vor Ende der Serie stehen wir auf einem hervorragenden 5.Tabellenplatz, dies darf aber nicht zur Selbstgefälligkeit führen. Zwei, drei Punkte fehlen noch am sicheren Klassenerhalt. Diese Aussage ist aber mehr theoretischer Natur, eine Tick wichtiger ist es jetzt bereits mit den verbliebenen Pflichtspielen schon die Vorbereitung auf das neue Spieljahr zu beginnen. Die erste Möglichkeit gibt es dazu am kommenden Samstag in Schwedt, dem derzeitigen Tabellenneunten.