Landesliga: Fortuna Babelsberg - SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde 1:1 (1:0)

Bei schönstem Fußballwetter stand vier Spieltage vor Ultimo ein Spitzenspiel auf dem Plan der Landesliga Nord, Tabellenzweiter gegen den Vierten, das Duell der Neulinge. Ein Zeichen dafür, dass beide eine tolle Saison gespielt haben. Leider fanden nur vergleichsweise wenige Zuschauer den Weg zum Platz, was unter anderem auch am zeitgleich stattgefundenen letzten Spieltag der Bundesliga gelegen haben mag?!

An den Aufstellungen, besonders bei den Gastgebern, merkte man,dass sich eine kräftezehrende Saison dem Ende neigt. Aus den verschiedensten Gründen hatte Fortuna-Coach David Karaschewitz nur elf einsatzfähige Spieler seines 24 Mann-Kaders zur Verfügung. Torwart Björn Heck verletzte sich zu allem Überfluss noch beim Aufwärmen, so dass nur noch Mirsad Muratovic (2.Männer) und der Trainer selbst für eventuelle Wechsel bereitstanden, damit konnte die Wechselbank mit ihren fünf Sitzplätzen nicht mal vollständig besetzt werden.

In den ersten Minuten entwickelte sich eine flotte Partie, man merkte den Gästen an, dass sie den zweiten Platz punktemäßig ausbauen wollten, denn durch eventuelle günstige Entwicklungen könnte eventuell der punktbeste Zweite beider Landesligastaffeln auch aufsteigen. Bis zum 01.06.2019 ist bekanntermaßen Meldeschluss und die Gerüchte über Rückzüge, finanzielle Schieflagen werden uns in den kommenden zwei Wochen in den Medien massiv begleiten.

Unsere Abwehr brauchte einige Minuten um sich auf die schnellen Außen einzustellen, die Durchbrüche konnten im Zentrum aber geklärt werden. Nach vorn gab es zwei kleinere Nadelstiche, die dritte Möglichkeit wurde von Georg Müller genutzt, mit einem Lupfer in der 13.Minute überwand er Gästekeeper Tim Reuter zum 1:0.

Die Gäste schüttelten sich kurz und hatten nur fünf Minuten später eine dicke Chance durch Domenic Gesierich, aber Erik Firchau zeigte einmal mehr im Spiel eins gegen eins seine Stärke und verkürzte gekonnt den Winkel. Im weiteren Verlauf hatten die Ahrensfelder mehr Spielanteile, ohne aber zwingend zu sein, ganz im Gegenteil. Niklas Magnus Gaida wurde kurz vor der Pause von Andreas Plaue hervorragend frei gespielt, scheiterte aber am Torwart. Sekunden vor dem Pausenpfiff jubelten die Gastgeber, schlug doch ein von Philipp Justus Kautz fast von der Mittellinie geschlagener Freistoß in der langen Ecke des Gästetores ein, doch Schiedsrichter Tony Matschullis konnte das Tor nicht anerkennen, da er einen indirekter Freistoß angezeigt hatte.

Auch in der zweiten Hälfte verlief das Spiel in den gleichen Bahnen, die Gäste hatten prozentual gefühlten 60 zu 40 Ballbesitz, spielten aber keine Hochkaräter heraus, so dass man glaubte, mit einem möglichen 2:0 könnte das Spiel zu Gunsten Fortunas entschieden sein. So hatte Georg Müller in der 56.Minute die Möglichkeit dazu, aber es kam zum Leidwesen der Karaschewitz-Truppe Mitte der zweiten Hälfte anders. Ein lang geschlagener Freistoß von der linken Seite, aus gut dreißig Metern, passierte Freund und Feind und mit einer Kopfballberührung durch Martin Haustein, stand es auf einmal Unentschieden 1:1 Unentschieden, als der Ball im langen Eck einschlug.

Das hätte aber noch nicht das Endergebnis sein müssen, denn zwei gute Chancen durch Philipp Justus Kautz und Armin Schmidt in der Schlussphase waren noch für einen möglichen Dreier drinn, aber auch so konnte die stark ersatzgeschwächte Truppe der Hausherren erhobenen Hauptes den Platz verlassen.

Fortunas Coach David Karaschewitz zeigte sich nach dem Abpfiff der Partie, in der seine Mannen ohne Karten über die Runden kamen, zufrieden. Die Mannschaft hat sich als Mannschaft präsentiert und es hat einfach auch Spaß gemacht zuzusehen.

Nun geht es in eine Pause, am kommenden Wochenende ist auf Grund der Pokalendspiele spielfrei, in vierzehn Tagen geht es dann zum direkten Tabellennachbarn nach Neustadt, dann hoffentlich wieder mit einem volleren Kader. Das nächste und letzte Heimspiel der Saison steigt dann am 15.Juni gegen unseren Ortsnachbarn dem FSV Babelsberg 74.