Landesliga: SV Schwarz-Rot Neustadt - Fortuna Babelsberg 1:0 (1:0)

Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison führte unsere Elf nach Neustadt, zu einem tabellarischen Spitzenspiel, der Sechste empfing den Vierten bei schönstem Fußballwetter.

David Karaschewitz hatte erneut nur eine dünne Spielerdecke an Bord, die in den ersten zehn Minuten versuchte, das Spiel an sich zu reißen. Eine sehenswerte Direktabnahme von Maximilian Schmidt verhinderte ein Neustädter Abwehrbein, das war es dann aber auch schon fast gewesen. Viel Aufregendes passierte nicht mehr.

Die Gastgeber standen hinten kompakt mit einer Viererkette und sahen sich auch nicht gefordert weiter herauszurücken. Unsere Elf versuchte es immer wieder mit viel Ballbesitz und zog Torhüter Erik Firchau sehr oft mit ins Spiel ein. Gefühlt hatte er in der ersten Hälfte mit den meisten Ballbesitz. Eines dieser Abspiele ging auf der linken Seite schief, den zurückgespielten Ball erahnte Neustadts Tarik Wenzel und hatte wenig Mühe die Gastgeber mit 1:0 (33.) in Führung zu bringen.

Nach der Pause ein ähnliches Bild, es gelang keinem unserer Spieler richtig Tempo aufzunehmen oder man scheiterte immer wieder mit dem finalen Pass. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Andreas Plaue in der 50.Minute und musste durch Paul Brüning ersetzt werden.

Nur fünf Minuten später die spektakulärste Szene des Spiels. In ein erneut zu kurz geratenes Rückspiel zu Erik Firchau lief wieder Tarik Wenzel, umkurvte dabei zweimal den Keeper, der sich aber klug zurück hielt, denn eine Berührung wäre sicher mit Rot geahndet worden. Im Strafraum spielte Neustadts Torjäger auch noch einen Verteidiger aus und zog aus zehn Metern scharf ab, Kapitän Florian Bitzka wehrte diesen Ball aber sensationell ab. Dies hätte eigentlich der letzte Weckruf sein müssen.

Die letzte halbe Stunde wurden die Neustädter zwar mehr in ihre eigene Hälfte gedrückt, verloren aber nie die Übersicht. Allerdings wurde es ihnen auch nicht übermäßig schwer gemacht, Neustadts Torwart Johannes Wilke musste keinen gefährlichen Ball parieren.

Nach dem Abpfiff bleibt nur festzustellen, außer Spesen nichts gewesen. Einmal mehr wurden unsere bestehenden Schwächen in der Offensive schonungslos aufgedeckt. Auch wenn die körperlichen und mentalen Reserven bei dem einen oder anderen in der Endphase dieser Saison an Grenzen stoßen und ein jeder die Sommerpause herbeisehnt, es sind immer noch zwei Partien zu bestreiten und da gilt es sich nochmals zu straffen. Am Samstag den 15.Juni kommt es "Am Stern" zum Derby gegen die 74-er, danach geht es noch nach Velten.