Landesliga: SC Oberhavel Velten – Fortuna Babelsberg 0:2 (0:1)

"Unserem Trainer muss wohl ein Backrezept zwischen seine akribische Spielvorbereitung geraten sein?!", dachten Fortunas Spieler, als er nach dem Donnerstagtraining die Aufstellung nach dem Motto vornahm: "Man nehme alle Zutaten und rühre kräftig um".

Seine Startelf für das letzte Punktspiel wurde komplett umgestellt, nur die Position des Keepers war gesetzt. So kamen zum Beispiel die bisherigen Innenverteidiger Erik Beckmann und Florian Bitzka zu Stürmerehren, während Andere sich plötzlich im Mittelfeld und der Abwehr wiederfanden. Was im ersten Moment bei Außenstehenden eventuell Kopfschütteln verursachte, war bei genauerer Betrachtung ein cleverer Schachzug, denn so erzeugte er Ehrgeiz bei seinen Spielern und konnte nach dem Spiel resümieren: "Alles richtig gemacht".

Das Spiel war gute 20 Minuten alt, da wurde nach mehreren Halbchancen Felix Thoß, bei einem Freistoß von Andreas Plaue, im Strafraum gefoult und diese Chance ließ sich Florian Bitzka, der aus Verletzungsgründen in der kommenden Saison von der Spieler- auf die Co-Trainerposition rückt, in der 24.Minute nicht entgehen. Die verdiente 0:1 Führung war erzielt und wurde mit in die Pause genommen.

Auch in Hälfte zwei spielten die Babelsberger, nun mit den eingewechselten Dennis Weber, Maximilian Schmidt und Philipp-Justus Kautz, weiterhin den besseren Fußball, was dazu führte, dass Keeper Erik Firchau fast ohne Beschäftigung blieb.

Der in der kommenden Saison zum LFC in die Oberliga wechselnde Dennis Weber bereitete in der 67. Minute das 2:0 vor und Erik Beckmann hatte keine Mühe den Ball im leeren Tor zum 0:2 zu versenken. Weitere Tore schienen für die überlegen spielenden Landeshauptstädter nur eine Frage der Zeit, aber die Konter wurden nicht entschlossen und präzise zu Ende gespielt und so blieb es beim hoch verdienten Sieg und Platz sieben in der Tabellenendabrechnung.

Der Trainer stellte nach der Partie erfreut fest, dass "die taktische Umstellung sich durchaus bewährt hat und mit Bitzka und Beckmann zwei Spieler im Angriff standen, die mit hoher Bereitschaft die Bälle im Spiel hielten und die völlig umgebaute Abwehr stand sicher, ließ dem Gegner keine Chance. Auch im Umfeld hatten wir eine Superstimmung, wozu sicher auch der gute Fußball, den wir gespielt haben, beigetragen hat.“

Nach der kurzen Sommerpause bittet David Karaschewitz, dann gemeinsam mit Florian Bitzka als Co-Trainer, bereits Mitte Juli seine Jungs wieder zum Training.