Landesliga: Fortuna Babelsberg - SV Zehdenick 1920 5:4 (3:1)

Die Vorzeichen am Samstag hätten viel unterschiedlicher kaum sein können. Unsere Mannschaft mit einem (Fast-) Fehlstart und drei Niederlagen am Stück, die Gäste aus Zehdenick mit zwei Siegen in Folge. Dabei am letzten Samstag ein klares 6:0 gegen den Verbandsligaabsteiger aus Brieselang. Auch nicht auszuschließen, dass die beiden Niederlagen gegen die Gäste in der letzten Saison im Babelsberger Hinterkopf waren?!

Beide Seiten hatten zum Anpfiff nicht die optimale Besetzung auf dem Platz, die sich im Nachgang bei unseren Gästen besonders auswirkte, mussten sie doch ohne etatmäßigen Torwart auskommen, Stürmer John Lormis übernahm die Aufgabe, auch fehlte Trainer Daniel Runge.

Es waren keine zwei Minuten gespielt, da wurden die Beine der Hausherren noch einen Tick schwerer, einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr erlief sich Lukasz Piasecki und hob den Ball über Erik Firchau hinweg in die Maschen zur schnellen Gästeführung. Unsere Mannschaft schüttelte sich kurz und versuchte vor allem über die Außen in den Strafraum zu kommen und so die Abwehr unter Druck zu setzen. Armin Schmidt und Georg Müller hatten auch erste Möglichkeiten zum Ausgleich, doch noch hielt die Zehdenicker Abwehr. Tim Dethloff, über Rechtsaußen kommend, erzielte mit einem Flachschuss in der 25.Minute den Ausgleich und erzwang auch gleichzeitig eine fast fünfminütige Spielpause, da das Tornetz danach eine Loch aufwies. Ob von seinem Schuss ist allerdings nicht bewiesen.

Die Havelstädter hatten danach Anstoß und spielten den Ball zurück bis in den eigenen Strafraum, Georg Müller lief den Keeper an und hatte das Glück des Tüchtigen, wurde angeschossen und die Partie war resultattechnisch mit dem 2:1 gedreht. In der letzten Minute der langen Nachspielzeit gab es dann einen klaren und unstrittigen Handelfmeter , den Georg Müller zum 3:1 verwandelte. "Ersatzkeeper" John Lormis war fast dran, aber eben nur fast.

Nach dem Seitenwechsel und dem 4:1 durch Tim Dethloff in der 58.Minute schien das Spiel entschieden, allerdings wurden gute Möglichkeiten im Umkehrspiel nicht genutzt, auch konnte John Lormis sich mehrmals mit guten Paraden auszeichnen. Mehrere Zehdenicker Wechsel brachten dann nochmals neuen Schwung nach vorn und als eine Viertelstunde vor dem Abpfiff Philipp Woiton das 2:4 erzielte, sahen dies die meisten Zuschauer nur als Ergebniskosmetik. Wer von den über 100 Zuschauern eventuell schon den Heimweg antrat, verpasste eine spannende und torreiche Schlussphase.

Maciej Hofmann sorgte in der 83.Minute für den Anschluss, doch erneut Tim Dethloff mit seinem dritten Treffer an diesem Samstag sorgte in der 85.Minute für den scheinbaren K.o., doch fast postwendend sorgte Lancelot Gentz für den erneuten Anschluss. Zum Glück für Fortuna pfiff Schiedsrichter Sebastian Ehmke die aufregende Partie ab, die drei Punkte blieben am Stern. Mit insgesamt sechs gelben Karten hatte er trotzdem kein allzu schweres Amtieren.

Ein ganz dickes Lob muss an dieser Stelle auch den Gästefans von der "Pöbelkurve" gemacht werden, sie waren sehr angenehme und jederzeit willkommene Besucher.

Was bleibt unterm Strich aus Fortuna-Sicht, im Gegensatz zur vergangenen Saison sind die Spiele deutlich torreicher geworden, allerdings sind 17 Gegentore in erst 5 Pflichtspielen deutlich zu viel.

Am kommenden Samstag geht es nach Schwedt, die zu den Staffelfavoriten in diesem Spieljahr gehören, bevor eine Woche später die Neustädter ihre Visitenkarte bei uns abgeben.