AOK-Landespokal: SC Viktoria 1914 Templin - Fortuna Babelsberg 2:4 (1:1)

Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen die Landeshauptstädter in Templin auf hochmotivierte Gastgeber aus der Landesklasse Nord, die in den letzten Wochen durchaus bemerkenswerte Testspielergebnisse, sowie einem klaren 4:1 Sieg in der ersten Landespokal-Runde in Müncheberg aufweisen konnten.

 

Fortuna war also gut beraten, den unterklassigen Gegner nicht zu unterschätzen. So begannen die Mannen von Trainer David Karaschewitz dann auch recht schwungvoll und konzentriert. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten, denn in der 7.Minute war es Dennis Weber der den Favoriten mit 0:1 in Führung brachte.

Da die Hausherren aber dagegen hielten wurde das Spiel kein Selbstläufer, erste Viktoria Halbchancen deuteten dies an. Nach 21 Minuten nutzte Alex "Maschine" Lapot eine schöne Flanke und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:1 unter die Querlatte des von Erik Firchau gehüteten Tores. Dies gab den Gastgebern weiteres Selbstbewusstsein und mit kräftigem körperlichem Einsatz versuchten sie den Babelsberger Spielfluss zu unterbinden. Dies gelang ihnen auch recht erfolgreich. Allerdings hätten sie sich bei einer Aktion, fünf Minuten vor der Halbzeit, nicht über einen Elfmeterpfiff beschweren dürfen. Schiedsrichter Eric Tegge bewertete dies jedoch anders und so ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

In Hälfte zwei ein ähnliches Bild, wobei auf Seiten der Gäste das sonst gewohnte Spielniveau nur selten aufblitzte, zu viele ungenaue Anspiele unterbanden immer wieder gute Angriffsansätze und die kämpferische Komponente der Gastgeber hinterließ Wirkung.

Enis Wendland war es vorbehalten, den Favoriten mit seinem Treffer, zehn Minuten nach Wiederbeginn, erneut nach Vorn zu bringen und als Georg Müller nach gut einer Stunde Spielzeit (64.) zum 1:3 einnetzte, schien die Vorentscheidung gefallen,

Doch Templin schöpfte noch einmal Hoffnung, als Markus Schauseil in der 87. Minute den 2:3 Anschlusstreffer erzielte, doch ins Spiel kam das Team von Trainer Alexander Trapp nicht mehr, denn fast im Gegenzug (89.) stellte Markus Goede mit dem 2:4 den alten Abstand wieder her und ließ so die Hoffnungsflamme der Hausherren erlöschen.

Ein durchaus nicht souverän erspielter Fortuna-Sieg gegen kämpferisch starke Templiner Gastgeber, denen eine erfolgreiche Landesklassensaison zu wünschen ist.

Fortuna muss die Ungenauigkeiten im Passspiel abstellen, will man am kommenden Sonnabend auswärts gegen Stahl Brandenburg erfolgreich in die neue Saison starten. Runde drei im Landes-Pokal ist aber schon einmal erreicht und das ist positiv.