Landesliga: FC Stahl Brandenburg - Fortuna Babelsberg 2:0 (1:0)

"Außer Spesen nichts gewesen" oder "der Auftakt ging voll in die Hose" wären ebenfalls passende Überschriften gewesen.

Nach mehr als fünf Monaten wurden endlich wieder Punktspiele in der Landesliga absolviert und unser Auftakt erfolgte bei Stahl Brandenburg, einem Verein der zumindest noch immer einen Namen im ostdeutschen Fussball hat. Bei Stahl gab es im Sommer einen großen Neuanfang und dieser machte alle neugierig, so dass mehr als 250 Zuschauern einfanden und eine stattliche Kulisse bildeten.

Unser Trainer David Karaschewitz hatte die Qual der Wahl und einen gut besetzten Kader zur Verfügung. Alle brannten auf den Saisonstart, aber bereits in den ersten Minuten war erkennbar, dass es an vielen Stellen holperte. Das warnende Wort von "dem blauen Auge" in Templin schien nicht in jedem Kopf angekommen zu sein. Man kam einfach nicht in die Zweikämpfe und die Offensive fand so gut wie gar nicht statt. Im zentralen Mittelfeld waren wir mit Sascha Guthke, Maximilian Schmidt und Florian Neuschäfer- Rube qualitativ sehr gut besetzt, aber mit langen Bällen über das Mittelfeld wurde die Stärke selbst aus dem Spiel genommen. Vorn stand Jeff Salpeter oft allein auf weiter Flur und konnte so auch wenig Gefahr erzeugen.

In der 31.Minute war sie dann trotzdem da, die Möglichkeit zur Führung. Maximilian Schmidt drehte einen Freistoß von der rechten Seite in die lange Ecke, Brandenburgs Keeper Moussa Nouka konnte diesen mit den Fingerspitzen noch an die Latte bugsieren, der Nachschuss brachte nichts ein. Kurz vor der Pause nahm dann das Unheil seinen Lauf, unsere Abwehr wurde angelaufen, der Ball wurde im Zweikampf (vielleicht auch regelwidrig?) verloren und Lukas Hehne zog unwiderstehlich Richtung Strafraum, sein platzierter Schuss schlug unten links ein.

Nach der Pause wurde es etwas besser, die langen Bälle wurden weniger gespielt. Die Stärke der Mannschaft, dass schnelle Spiel mit scharfen Kurzpässen kam nur ansatzweise zum Tragen, nach drei, vier Stationen scheiterte man an sich selbst mit einem Fehlpass. Zum Fussball gehört körperliche Präsenz, Körpersprache und geistige Frische, von beiden war nur wenig zu spüren und so spielte man den Gastgeber auch in die Karten. An der Nervosität vom Saisonauftakt kann es nicht gelegen haben, dazu stand sehr viel Erfahrung auf dem Platz.

Die Mannschaft schaffte sich zwar eine leichte Überlegenheit im Ballbesitz, aber es wurde selten zwingend. Zwei drei Halbmöglichkeiten wurden von der Stahl Abwehr sicher verteidigt und die Zahl der Konter nahm von Minute zu Minute zu und so netzte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff Leon Sitz zur Entscheidung ein. In der Schlussphase hätte das Ergebnis sogar höher ausfallen können, das wäre aber auch zu viel gewesen. Unterm Strich aber ein verdienter Gastgebererfolg, die ihre Taktik konsequent durchgespielt haben.

Am kommenden Samstag kommt nun zum ersten Heimspiel der FC Concordia Buckow/ Waldsieversdorf 03. Der Gegner hat sogar sein Heimspiel verloren und so stehen bereits beide Teams schon etwas mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn es eine Phrase ist, über die 90 Minuten ist volle Konzentration notwendig und vor allem der unbedingte Wille auch zu punkten,alle müssen brennen. Eine Einheit muss auf dem und neben dem Platz stehen, darin besteht die Hauptaufgabe des Trainerteams in der Trainingswoche. Hier auch der Aufruf an alle Fortunen, unterstützt die Mannschaft mit Eurer Anwesenheit. Nach Brandenburg haben nur wenige (zum Glück) den Weg gefunden, aber der Stahl Anhang hat auch gezeigt, wie Unterstützung aussieht.