Landesliga: Schwarz-Rot Neustadt - Fortuna Babelsberg 1:1 (0:1)

Herrliches Fußballoktoberwetter führte uns nach Neustadt (Dosse), leider wählte die Mannschaft einen Umweg über die Autobahn und kam erst gegen 13.15. Uhr an, die Zeit des Warmmachens fiel deshalb kürzer aus. In Neustadt wurden die Zuschauer in dieser Saison bisher mit drei Siegen und 12:1 Toren verwöhnt und so sollte es aus ihrer Sicht gegen unser Team weitergehen, das bisher auswärts punkt– und auch torlos geblieben war!

Trainer David Karaschewitz startete wieder mit einer Dreierkette, in der die bisher verletzten Christopher Wittke und Philipp-Justus Kautz zurückkehrten. Komplettiert wurde diese durch Kapitän Sascha Guthke. Dadurch rückte Markus Goede ins Mittelfeld vor, was sich auf das Spiel- und Abwehrverhalten positiv auswirkte.

Die ersten zwanzig Minuten rieben sich die wenigen Fortuna Zuschauer verwundert die Augen, der Ball lief mit kurzen Ballkontakten durch die eigenen Reihen, die Neustädter kamen überhaupt nicht ins Spiel. Immer wieder wurde geschickt über beide Außenseiten gespielt und so kam man dem Tor Stück für Stück näher. In der 14. Minute belohnte sich die Mannschaft dann auch endlich mit dem ersten Auswärtstreffer. Maximilian Schmidt nutzte ein flaches Zuspiel von der linken Seite aus elf Metern und netzte flach rechts unten ein.

Das Tor war mehr als verdient und in den Folgeminuten war gegen scheinbar angeschlagene Gastgeber auch mehr drin. Die größten Probleme hatten die Schwarz Roten auf der linken Seite, dies konnten Andreas Plaue oder auch Florian Neuschäfer Rube bei ihren Vorstößen aber leider nicht konsequent nutzen. In der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit verlor Fortuna an Spielanteilen, aber nicht die Spielkontrolle, so dass der Pausenstand durchaus gerecht war.

Die Gastgeber stellten in der Pause etwas um und kamen nun auch mit mehr Druck und etwas Wut im Bauch aus den Kabinen. In den ersten zehn Minuten wurde unser Tor massiver belagert, klare Chancen ergaben sich aber nicht. Auch der alte Kinderspruch: „ Drei Ecken, ein Tor“ führten nicht zum Erfolg, unsere Abwehr hatte die Angreifer in Griff. Mit zunehmender Spielzeit konnten dann auch wieder Konter gestartet werden, die aber leider nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Scheiterten die ersten Angriffe noch am Strafraum der Gastgeber, hatten später Jeff Salpeter und Dennis Weber die Entscheidung auf dem Fuß. Ersterer scheiterte an Keeper Johannes Wilke und Dennis Weber schob den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Jeder weiß, wenn man vorn die Dinger nicht rein macht, rächt sich dies zumeist später. Eine Gelb/Rote Karte für die Gastgeber schwächte diese auch noch numerisch und wir hatten alle Trümpfe in der Hand. Diese Entscheidung war in der Form bemerkenswert, da Markus Bröker nur acht Minuten mitspielte. Nach seiner ersten gelben Karte, erhielt er die zweite für eine Schwalbe im Strafraum. Das ahnden die wenigsten Schiedsrichter. Michael Wendorf , der eine insgesamt sehr gute Spielleitung ablieferte, tat es.

Und es kam wie befürchtet, einen 25 Meter Freistoß nutzten die Neustädter clever aus, Torjäger Tarik Wenzel positionierte sich unbeobachtet auf der linken Seite und setzte aus dem Winkel das gezielte Anspiel gekonnt zum Ausgleich in die Maschen.

Danach warf Fortuna noch einmal alles nach vorn und wollte unbedingt den Sieg, doch es sollte nicht sein, so hatte Andreas Plaue dann auch noch Pech, als sein Schuss aus mehr als zwanzig Metern am Lattenkreuz landete. Die Unaufmerksamkeit in der 83.Minute konnte nicht mehr korrigiert werden.

Vor dem Spiel hätte man mit dem Punkt leben können, nach dem Abpfiff machte sich aber dann doch Enttäuschung breit. Auf Grund des Spielverlaufs war einfach mehr drin, aber man muss den Gastgebern auch zu einem glücklichen, aber letztendlich nicht unverdienten Punkt gratulieren. In und gegen Neustadt werden sich mit Sicherheit auch noch andere Landesligisten schwer tun.

Für uns geht es hoffentlich am kommenden Samstag erfolgreich weiter?! Letztmalig wird der Anstoß um 15.00 Uhr sein, danach erfolgt die Umstellung auf Winterzeit. Zu Gast ist mit Grün-Weiß Ahrendsfelde einer der Staffelfavoriten. Die Gäste ließen durch mehrere Neuzugänge aufhorchen, der letzte war Torwart Jan Glinker, der unter anderem den Kasten beim 1.FC Magdeburg und beim 1.FC Union Berlin hütete. Das Spitzenspiel der Landesliga Nord gewannen die Grün-Weißen an diesem Sonnabend übrigens mit 3:1 gegen den FC Schwedt 02.