Landesliga: Fortuna Babelsberg - SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde 0:2 (0:0)

Mit Grün-Weiß Ahrensfelde kam, bei prima Herbstwetter, einer der Staffelfavoriten an den Potsdamer Stern und mehr als 100 Zuschauer freuten sich auf einen tollen Kick.

Coach David Karaschewitz stellte zur Vorwoche auf einer Position um, für den grippeerkrankten Andreas Plaue rutschte Enis Wendland positionsgetreu in die Startelf und schon beim Einlaufen fiel auf, dass die Gäste insgesamt deutliche Größenvorteile besaßen, einige Spieler waren einfach einen Kopf größer. Dies sollte aber im Spielverlauf keine wesentliche Rolle spielen.

In den ersten Minuten gab es auf beiden Seiten Versuche der Torannäherung, ohne allerdings echte Torgefahr herauf zu beschwören. Unsere Elf begann sehr diszipliniert und knüpfte nahtlos an die erste halbe Stunde in Neustadt an. Die Defensive stand sicher und nach vorn boten sich zunehmend Möglichkeiten. In der 10.Minute hatte Jeff Salpeter die erste, sein Schuss aus sechzehn Metern rauschte am langen Pfosten vorbei. Nur fünf Minuten später pariert Jan Glinker einen Knaller von Maximilian Schmidt, die Nachschussmöglichkeit blieb ungenutzt. Mitte der ersten Hälfte, nach einer guten Kombination, ist erneut Ahrensfeldes Keeper Sieger bei einem Schuss von Maximilian Schmidt.

Der im Nachgang eventuelle Knackpunkt im Spiel in der 35.Minute. Enis Wendland bricht auf der rechten Seite Richtung Strafraum durch und wird von den Beinen geholt. Nach Rücksprache mit dem Assistenten gibt es nur Freistoß und gelb, auch zwei andere Entscheidungen wären durchaus möglich gewesen, aber wenn und hätte bringt keine Tore. Der Freistoß brachte dann nichts ein. In Minute 42 dann eine erneute Möglichkeit, aber statt den schnellen direkten Abschluss zu suchen, versuchte man letztendlich vergeblich sich am 5 Meterraum durch zu kombinieren, statt abzuschließen. Unterm Strich blieb bis dahin aber ein guter Auftritt unseres Teams und die beste erste Hälfte der gesamten Saison. Während die Gäste in Hälfte eins ihre spielerischen Möglichkeiten nur andeuteten.

Was in der Pause dann passiert ist, ist nicht zu erklären. Mit Wiederanpfiiff stand eine andere Fortuna-Mannschaft auf dem Platz, obwohl keine Wechsel vorgenommen wurden. Natürlich spielt Wirkung und Gegenwirkung eine Rolle, aber im Kopf wurde die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte nicht angenommen und so kam es, wie es kommen musste. In der 57.Minute ein langer Flankenball auf den agilen Dominic Gieserich, der verpasst den Ball in der Mitte mehr ungewollt wie gewollt, aber der hinter ihm postierte Maximilian Hecker machte wenig Federlesen und setzte die Kugel aus sieben Metern zum 0:1 unhaltbar in die Maschen. Das war eigentlich der erste ernsthafte Torschuss der Grünen in der Partie.

Unsere Mannschaft taumelte und erhielt schon fünf Minuten später den K.O.-Hieb. Ein misslungenes Abspiel aus der Abwehr fingen die Gäste ab und der eingewechselte Lamin Ceesay nutzte den Kontakt und kam im Strafraum zu Fall. Gegen den scharf getretenen Elfmeter von Lucas Gurklys hatte Björn Heck keine Abwehrmöglichkeit.

Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken spielten die Gäste das Spiel runter, ohne dass noch viel spielerisch Bemerkenswertes geschah. Erfreulich, dass nach langer verletzungsbedingter Pause Tayo Göhring noch zehn Minuten Spielzeit erhielt, ganz bitter aber, dass Kapitän Sascha Guthke mit einer Schulterverletzung ausschied, gute schnelle Besserung Sascha!

Was bleibt unterm Strich? Der Abrutsch auf Platz dreizehn macht die Marschrichtung für die kommenden Partien klar, es muss dringend dreifach gepunktet werden, um den Abstiegskeller zu verlassen, das wird ein schwerer Weg. Die Probleme sind bekannt, acht Tore in sieben Spielen ist einfach zu wenig. In derartigen Spielen bekommt man nur drei, vier Chancen, die müssen dann eben auch genutzt werden.

Am kommenden Samstag haben wir auf Grund der ungeraden Mannschaftsanzahl in der Landesliga spielfrei, in zwei Wochen gastiert zum nächsten Heimspiel Hansa Wittstock bei uns.