Landesliga: Fortuna Babelsberg - FC Stahl Brandenburg 2:0 (2:0)

Zum letzten Spiel des Jahres 2019 reiste der FC Stahl Brandenburg als Landesligavierter am Sonnabend zu Fortuna Babelsberg. Die Stahls Kicker liebäugeln nach guten Leistungen in den vergangenen Wochen mit dem Aufstieg und da ihr Trainer Eckart Märzke am Spieltag Geburtstag hatte (Herzlichen Glückwunsch) waren drei Punkte als Geschenk fest eingeplant. Doch die Brandenburger hatten die Rechnung ohne die Gastgeber gemacht, die zwar artig per Ansage gratulierten, aber auf dem Platz keinerlei Ambitionen hegten, Geschenke zu verteilen.

Bei den Filmstädtern fehlten u. a. Routinier Tim Wolter (privat verhindert) und Tim Dethloff (Gelbsperre), aber auch die Gäste mussten z.B. auf Maximilian Glomm und Routinier Steffen Kräuter verzichten.

Nach vier Siegen in Folge, bei nur einem Gegentor, war Fortuna die breite Brust in der Körpersprache regelrecht anzumerken. Sie begannen wie die Feuerwehr und der Lohn war bereits nach vier Minuten das 1:0, als Georg Müller einen schönen Angriff über Maximilian Schmidt und Andreas Plaue aus elf Metern zum 1:0 für die Babelsberger vollendete.

Das gab weiteren Auftrieb und Sicherheit, in der Folge spielten sie fast wie aufgedreht. Die Stahl-Akteure kamen kaum in die Nähe des gegnerischen Tores, während Fortuna eine Chance nach der anderen herausspielte und Keeper Alexander Tarnow mehrfach sein ganzes Können zeigen musste um sein Team im Spiel zu halten. So blieb er z.B. in der achten Minute nach einem Freistoß von Armin Schmidt und dem Nachschuss aus Nahdistanz zweimal Sieger. Das Glück des Tüchtigen hatte er, als Georg Müller freistehend aus sechs Metern über den Kasten schoss und weitere Kopfbälle und Schüsse um Haaresbreite sein Tor verfehlten. In der 22.Minute verhinderte die Latte den Einschlag, als Magnus Niklas Gaida aus 20 Metern abzog. Ein zweiter Treffer wäre für die Babelsberger hochverdient gewesen.

Nach gut einer halben Stunde Spielzeit dann auch die erste gute Stahl-Chance, als Wandile Brice Dlamini halbrechts frei zum Schuss kam, aber in Keeper Björn Heck seinen Meister fand. Fortuna kombinierte sich auch danach immer wieder in den Brandenburger Strafraum, nur der krönende Abschluss fehlte bis dato. In der 38.Minute war es aber soweit, Tayo Göhring dribbelte gegen drei Verteidiger und legte dann auf Georg Müller am 16 Meterraum ab, dessen Schuss im oberen rechten Angel zum 2:0 einschlug.

Als Schiedsrichter Andre Stolzenburg zur Halbzeit pfiff, hatten die über 80 Zuschauer eine überzeugende erste Hälfte der Gastgeber gesehen.

Stahl zeigte sich in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte durchaus bemüht, den Anschluss herzustellen, und scheiterte in der 51.Minute gleich zweimal am "überragend haltenden" Fortuna-Schlussmann Björn Heck, der dafür ein extra Trainerlob bekam. Fortuna ließ die Kugel auf dem Kunstrasenplatz gefällig laufen und lauerte auf die Chance zum dritten Tor, ließ in dieser Phase vor dem Tor aber die letzte Konsequenz vermissen.

Das vermeintliche 3:0 durch den eingewechselten Tom Riedelsheimer, der nach Vorlage von Justus Kautz erfolgreich war, wurde nach Schieri-Rücksprache mit dem Assistenten aufgrund eines vorangegangenen Handspiels aberkannt (73.). Die nächste Chance auf 3:0 zu erhöhen vergab im Anschluss Magnus Niklas Gaida, der aus spitzem Winkel an Stahl-Keeper Alexander Tarnow scheiterte (78.). Die Brandenburger gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf und waren bis zum Schlusspfiff bemüht, mussten sich aber an diesem Tage dem bessern Team geschlagen geben.

In der Defensive ließen die Gastgeber bis zum Schlusspfiff nichts mehr anbrennen, sie hatten das gefährliche Stahl-Offensivduo Mudai Watanabe/Lukas Hehne fest an die Kette gelegt.

Die Babelsberger sammelten damit aus den vergangenen sechs Spielen 16 Punkte bei einem Torverhältnis von 14:3 und feierten zum Hinrundenabschluss den fünften Sieg in Folge. Nach einem durchwachsenen Saisonstart können sie mit den inzwischen eingefahrenen 26 Zählern und Platz sechs, "mit Blick nach oben", absolut zufrieden sein.

 

Fortuna Babelsberg: Heck - Plaue, Beckmann (45. Riedelsheimer), Kautz - Fitzlaff, G. Müller (70. M. Zimmermann), Neuschäfer-Rube, M. Schmidt, A. Schmidt - Göhring (65. Wendland), Gaida