Kreisliga: SV Ruhlsdorf - Fortuna Babelsberg II 0:0 (0:0)

Das Kreisliga-Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den -zweiten, sowie das warme Frühlingswetter, hatten über 100 Zuschauer angelockt.

Der weibliche Teil davon bekam aus Anlass des Frauentages von den Gastgebern jeweils eine langstielige Rose überreicht, ein tolle Geste des SV Ruhlsdorf.

Die beiden Trainer, Heiko Richter und Maik Troschinski, obwohl langjährige Freunde aus gemeinsamen aktiven Fußballzeiten, wollten in den 90 Spielminuten allerdings keine Geschenke verteilen und so entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, das allerdings vom "Tore verhindern, geht vor Risiko spielen" geprägt war. Durchaus auch Interessant die Altersstruktur der beiden Teams. Während auf Ruhlsdorfer Seite acht Akteure mit Geburtsdatum in den 1980-er Jahren aufliefen, waren es bei den Babelsbergern nur zwei. Ein Fingerzeig in Richtung Zukunft?!

Beide Kontrahenten begannen dann auch vorsichtig, kein Team wollte sich den eventuell entscheidenden Fehler leisten und so konnten hochkarätige Chancen in der 1.Halbzeit auf beiden Seiten an einer Hand abgezählt werden. Allerdings besaßen die Babelsberger die größere Anzahl davon. Genutzt wurden diese aber nicht und da auch die Gastgeber ihre wenigen Möglichkeiten nicht nutzten, wechselten beide Mannschaften torlos die Seiten.

In Hälfte zwei gab es in der 53.Minute den ersten Aufreger, als sich ohne verschulden des Gegenspielers Ruhlsdorfs Lennart Marholz in einem Zweikampf die Nase brach und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste (Gute Besserung).

Wie schon in Hälfte eins, hatte Fortuna in den ersten 25 Minuten nach Wiederanpfiff etwas mehr vom Spiel und die besseren Chancen, so knallte z.B. ein Geschoss von Christopher Kautz an den Außenpfosten, zählbares blieb aber weiterhin Mangelware.

Angetrieben von Ruhlsdorfs Nr. 10, Nico Netzler, tauchten nun die Hausherren, die oft mit langen Bällen operierten, auch zunehmend öfter gefährlich vor dem Tor der Babelsberger auf, aber ebenfalls ohne erfolgreich zu sein. So endete ein Spitzenspiel, das von Respekt und damit hier und da auch von Nervosität und Zerfahrenheit geprägt war, wie so oft im Fußball, torlos.

An der Tabellensituation hat sich damit nichts geändert, sieht man einmal von der Niederlage des FSV Babelsberg 74 II ab, der damit als einer der Verfolger weiter Boden verloren hat.