Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - Werderaner FC Viktoria 1920  3:0 (0:0)

Es war von der Konstellation (Erster gegen Letzter) ein schwieriges Unterfangen für den gastgebenden Tabellenführer um sich gegen einen harmlosen Tabellenletzten bis in die Haarspitzen zu motivieren und ein begeisterndes Spiel abzuliefern.

Da sich die Werderaner auch nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten wehrten und so gut wie keine Torgefahr ausstrahlten, spielte sich das Geschehen vorrangig in der Hälfte der Blütenstädter ab, allerdings ließ die Fortuna-Reserve dabei schon fast fahrlässig eine Reihe hochkarätiger Chancen liegen und so stand es zum Halbzeitpfiff durch den gut leitenden Schieri Dennis Walter überraschend 0:0.

Und das Auslassen von Chancen rächt sich bekanntermaßen im Fußball manchmal. Dies mussten die Gastgeber fast ein wenig befürchten, als in der 48.Minute Patrick Wolff mit Gelb/Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Aber Werder war nicht der Gegner, der dies ausnutzen konnte. Fortan nur zu Zehnt, erhöhten die Babelsberger den Druck deutlich und die Gäste waren nur noch im Rückwärtsgang. Offensivaktionen fanden praktisch nicht mehr statt. Trotzdem blieb es über eine Stunde beim 0:0, da die Hausherren weiterhin auch klarste Chancen versiebten, das war schon fahrlässig.

Der Bann brach erst, als sich Christopher Bolle auf der linken Seite durchsetzte und seine Flanke Robert Leiche erreichte, der Michael Lange im Tor der Werderaner beim 1:0 (63.) keine Chance ließ. Nur vier Minuten später wurde Stefan Kuster eingewechselt und brauchte nur eine Minute Spielzeit um zu seinem Treffer und dem 2:0 (68.) zu kommen. Danach zog erneut der Torschlendrian ein bzw. Keeper Lange verhinderte Schlimmeres. Erst in der 88.Minute rutschte ihm ein Fernschuss von Christopher Bolle regelrecht durch die Hosenträger (besser gesagt Beine) und der Ball lag zum 3:0 im Netz.

Ein erwarteter und verdienter Sieg der Gastgeber, die aber in den kommenden deutlich schwereren Spielen gegen die Spitzenteams der Liga beim Torabschluss weitaus effektiver werden müssen. In dieser Partie versäumten sie es jedenfalls etwas mehr für das Torverhältnis zu tun. Die Meinung zweier Werderaner Spieler unmittelbar nach dem Spiel brachte es auf den Punkt: "Wenn die nicht so blind vor dem Tor gewesen wären, hätte wir schon zur Halbzeit 5:0 hinten liegen müssen".

Allerdings ist diese Torabschlusskritik bei der tollen Saison die die Babelsberger spielen, ein "Jammern auf hohem Niveau", denn (wie auch am Vortag beim Landesklassenteam) patzten die Verfolger und so ist der Vorsprung an der Tabellenspitze sogar ein wenig angewachsen.