Kreisoberliga: Fortuna Babelsberg - SV Dallgow 47  "Abbruch" (2:0)

Mit Dallgow kam der aktuelle Tabellenzweite nach Potsdam an den Stern und die Gastgeber hatten keinen Grund die Gäste zu unterschätzen oder allein auf den Heimvorteil zu bauen.

Dementsprechend motiviert gingen sie zu Werke und waren von Beginn an auf Augenhöhe, ja sogar einige Zentimeter darüber. Grundpfeiler war eine solide und sichere Abwehr, die den Dallgowern kaum Chancen gestattete und damit der Offensive Rückhalt gab. Diese bedankte sich mit einem sehenswerten Doppelschlag nach gut 20 Minuten. Zunächst hatte Christoph Röhl mit einem technisch gekonnten Seitfallzieher das 1:0 (23.) erzielt und als sich die Dallgower noch schüttelten und sortierten setzte Geburtstagskind Andreas Plaue nur zwei Minuten später Paul Görner in Szene und es stand 2:0. Noch keine Vorentscheidung, aber ein Polster, mit dem die Babelsberger gut in die Halbzeitpause gehen konnten.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste das Blatt noch zu wenden, doch Fortunas Abwehr stand weiter gut und was doch durchkam sah einen sicheren Rene Oschmann im Tor. Auch auf der anderen Seite hielt der groß gewachsene Dominik Petzsche seinen Kasten sauber, so dass weder die Gastgeber den Sack zubinden, noch die Gäste eine Resultatsverbesserung erzielen konnten.

Dann kam die 65.Minute, die alles bisherige Makulatur werden ließ. Bei einem unglücklichen Zweikampf in Höhe der Mittelline verletzte sich Dallgows Chris Seeliger schwer. Schiedsrichter Steffen Damman bewertete das Foul zunächst mit einer gelben Karte, revidierte sich aber einige Zeit später unter dem Eindruck des unnatürlich schief stehenden Fußes des Dallgowers und zeigte glatt Rot. Obwohl es kein vorsätzliches oder extrem rüdes Foulspiel war, kochten die Emotionen bei den Gästen beim Anblick ihres Spielers hoch, lag doch der "Tatort" unmittelbar vor den Auswechselbänken. Kurzzeitig kam es zu hitzigen Debatten zwischen beiden Parteien an der Seitenlinie, die aber schnell wieder der Vernunft wichen, da das Schiedsrichtergespann, angenehm Ruhe ausstrahlend, agierte. Die Sorge um den verletzten Spieler gewann auf beiden Seiten schnell die Oberhand und so gab es keinen Grund für weitere Karten. Nach einigen Minuten Wartezeit entschied Steffen Dammann sich, nach Beratung mit seinen Assistenten, das Spiel abzubrechen. Über die Wertung wird nun das Sportgericht entscheiden müssen.

Dem verletzten Spieler auch von dieser Stelle und im Namen der gesamten Mannschaft baldige Genesung.