Kreisoberliga: Fortuna Babelsberg II - SG Blau-Weiß Beelitz 5:0 (3:0)

Es war ein wichtiges Spiel für beide Kontrahenten. Fortunas Zweite, die oftmals optisch überlegen spielte, aber in der Rückrunde vergaß sich durch Tore zu belohnen, wollte nicht weiter Richtung Tabellenkeller rutschen und die Beelitzer Gäste wollten unbedingt aus diesem heraus.

Das schöne Wetter und das "Sechspunktespiel" hatten eine gute Zuschauerkulisse angelockt (es waren dreimal so viele da, wie die fälschlich angegebenen 35) und diese brauchten ihr Kommen, so sie denn Anhänger der Gastgeber waren, nicht zu bereuen.

Doch bevor sie jubeln konnten, mussten sie zunächst eine Schrecksekunde überstehen. Bei einer, fast an Slapstick erinnernden mehrfach Flippersituation im Fortuna-Strafraum, war es dann letztendlich David Karaschewitz, der den von Keeper Rene Oschmanns Fäusten abprallenden Ball per Kopf von der Linie holte. Da war viel Dusel für die Gastgeber dabei.

Das war dann aber der rechtzeitige Warnschuss, denn nun spielten die Babelsberger zielstrebig und Karaschwitz war auch beim 1:0 (15.) durch Paul Görner beteiligt, als er von der Torauslinie per Kopf den Ball auf den heranstürmenden Torschützen servierte, der ihn, ebenfalls per Kopf, im Tor von Andreas Witte versenkte. Weitere Chancen auf beiden Seiten brachten in den nächsten Minuten nichts Zählbares.

In der 33.Minute dann das 2:0, als Robert Leiche halbrechts durchlief und uneigennützig auf den mitgelaufenen Paul Görner ablegte, der den Ball nur noch ins leere Tor einschieben brauchte. Die Beelitzer mussten tief durchatmen und nur vier Minuten später (37.) als mitwirkende Statisten zuschauen, wie Paul Görner mit dem 3:0 das "Tor des Jahres" erzielte (der Superlativ ist verdient!). Per Fallrückzieher brachte Miralem Hadzic das abgewehrte Spielgerät wieder in den Strafraum und Paul Görner versenkte, mit dem Rücken zum Tor stehend, den Ball mit dem Hacken im entfernten Dreiangel. Ein Tor zum Staunen, Genießen und Zunge schnalzen. Das mussten die Gäste erst einmal sacken lassen und so wechselten beide Teams mit der klaren Gastgeberführung die Seiten.

Auch in Hälfte zwei das gleiche Bild, die Spargelstädter waren bei der Gastgeber-Abwehr in guten Händen und was durchkam sah Keeper Rene Oschmann auf dem Posten. Fortuna belohnte sich endlich einmal in der Offensive für das gute Spiel. Tor vier und Tor fünf fielen nach dem gleichen Strickmuster. Tony Zimmermann setzt sich in der 69.Minute links durch und seine genaue Flanke findet am langen Pfosten den einlaufenden Miralem Hadzic, der per Kopf zum 4:0 vollendet.

Nur fünf Minuten später fast die gleiche Szene, erneut Zimmerman von links, dieses Mal kommt die Eingabe flach und wieder ist der einlaufende Hadzic zur Stelle und lässt mit dem 5:0 Keeper Andreas Witte keine Chance, der sich seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte (er hütete bis 2011 das Tor von Fortunas Erster) sicher anders vorgestellt hatte.

Für Fortunas Zweite ist zwar erst einmal etwas Entwarnung angesagt, aber vier Punkte aus den letzten fünf Spielen signalisieren, dass da noch Luft nach oben ist. Am kommenden Sonntag geht es zum schweren Auswärtsspiel zu Eintracht Falkensee. Die Beelitzer ihrerseits sind nun voll im Abstiegsstrudel angekommen und werden über das kommende, für sie spielfreie Wochenende dankbar sein.  

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