Kreispokal-Viertelfinale: Fortuna Babelsberg III - SV Alemania 49 Fohrde 3:5 (2:0; 2:2) n.V.

Über 110 Zuschauer hatte das Kreispokal-Viertelfinale bei frühlingshaften Temperaturen angelockt und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Die drei Klassen höher spielenden Gäste reisten als Tabellensechster und klarer Favorit an den Potsdamer Stern, doch sie mussten bereits in Hälfte eins erkennen, dass die Trauben hoch hängen. Fortunas Dritte hatte mehr vom Spiel, die klar besseren Möglichkeiten und lag völlig verdient zur Halbzeit, in der es nicht eine gelbe Karte gab, mit 2:0 durch die Tore von Paul Lubner (9.) und Yassine Mankai (40.) in Führung.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild, die Hausherren kreierten die klareren Chancen, versäumen es aber diese in Zählbares umzumünzen und das rächte sich, denn statt eines 3:0 stand es plötzlich 2:1, als Robert Schütze eine der bis dato wenigen Chancen in der 54.Minute zum Anschlusstreffer nutzte.

Nun wurde das Spiel offener, aber als sich die Gäste in der 68. Minute mit Gelb/Rot selbst auf 10 Spieler reduzierten, hatte in der Folgezeit erneut Fortuna mehrere hochkarätige Möglichkeiten, aber das Torgebälk oder Keeper Alexander Gentz standen einem Erfolg im Wege. Nach 80 Minuten gab es auch gegen die Gastgeber Gelb/Rot, so dass wieder in numerischer Gleichheit agiert wurde. Als nur noch fünf Minuten zu spielen waren, gelang der Alemania der fast nicht mehr erwartete 2:2 Ausgleich und erneut war es Robert Schütze, der damit seinem Namen alle Ehre machte.

Es ging in die Verlängerung und in dieser agierte der bis in weite Teile der zweiten Hälfte recht sicher leitende Schieri Ronny Strach zunehmend "unglücklich". Unverständliche Entscheidungen, unter anderem zwei strittige Strafstöße gegen die Hausherren, die Sascha Weser souverän in der 96. und 101.Minute zum zwischenzeitlichen 2:4 verwandelte, sowie eine Rote Karte (106.) gegen Fortuna nahmen Zuschauer und Spieler (beider Seiten) kopfschüttelnd, ratlos und mit Unmut zur Kenntnis. Sechs Mal Gelb, zwei Mal Gelb/Rot und ein Mal Rot hatten das Spiel und die beiden Teams nicht verdient.

Aber auch zu Neunt kamen die Babelsberger noch einmal zurück und Tony Zimmermann verkürzte in der 111.Minute auf 3:4. Nun galt die Devise "Alles oder Nichts" und es wurde aus Sicht der Gastgeber "Nichts", denn Rico Gammrath nutzte die Überzahl und die nun vorhandenen Räume für seinen Treffer zum 3:5 Endstand (113.), der unterm Strich und so werden es auch die Verantwortlichen der Alemania sehen, doch "etwas glücklich" zustande kam.

Der spontane Applaus der gut einhundert Zuschauer galt nach dem Abpfiff verdientermaßen dem unterlegenen Team. Die Alemannen verzichteten (sehr sympathisch) auf übermäßige Jubelposen, wussten sie doch, dass sie mit einem blauen Auge davongekommen waren.

Den Mannen um Trainer Jan Weser viel Erfolg im Halbfinale.