Hallenfußball: Stephan Henke (MAZ-SportBuzzer) im Interview mit Felix Thoß, dem Organisator des 24. Potsdamer Taverpack-Masters.

Erstmals in der inzwischen 24-jährigen Geschichte des Potsdamer Hallenmasters war Initiator Sven Thoß nicht als Hauptveranstalter in der Halle.

Diese Aufgabe übernahm 2019 sein Neffe Felix Thoß, der gemeinsam mit dem gastgebenden Verein Fortuna Babelsberg – für den er selbst in der Landesliga spielt – die Organisation des größten Hallenturniers in Potsdam übernahm. Im Interview spricht der 31-Jährige über die Rückmeldung der Vereine, mögliche Verbesserungen und den späten Turnierbeginn.


Der Organisator des 24. Potsdamer Taverpack-Masters: Felix Thoß.      © Privat

Wann sind Sie am Sonntagmorgen aus der Halle gekommen?

Felix Thoß: Nach dem Abbau der Banner und Bodenfolien und anderen organisatorischen Verpflichtungen waren wir um 1.30 Uhr raus. Ohne die ganzen Unterstützer hätte es sicher noch länger gedauert.

Für Sie war es das erste Mal, dass Sie verantwortlich für die Organisation des Turniers waren. Sind Sie zufrieden, wie der Abend abgelaufen ist?

Schon recht zufrieden! Wir haben es sehr detailliert und minütlich durchgeplant, da wir ja ein wenig mehr Zuschauer-Aktionen integriert haben. Wir waren ab und zu zwei Minuten hinter und dann wieder vor der Zeit. Es hat im Gesamten sehr, sehr gut gepasst. Nur die Penalty-Schießen haben dann für ein wenig Verzögerung gesorgt. Ansonsten bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Planung im Voraus.

Wie war die Rückmeldung der Mannschaften, die am Turnier teilgenommen haben?

Es ist für alle ein Highlight hier vor solch einer Kulisse sein Bestes zu zeigen. Alle Teams sind froh, eingeladen zu werden und haben richtig Bock, hier etwas zu reißen. Auch für die Vereinsangehörigen und Fans ist es natürlich toll, sich hier präsentieren zu können.

Was gilt es, für das nächste Mal zu verbessern?

Es gibt immer etwas zu verbessern und man sollte nie komplett zufrieden sein. Unser Anspruch ist es, dem Zuschauer und unserer Potsdamer Fußballfamilie ein attraktives und abwechslungsreiches Event zu bieten, das in den Köpfen bleibt. Dafür werden wir im nächsten Jahr, zum 25-jährigen Jubiläum, noch viel mehr auffahren. Natürlich soll der Fußball primär eine Rolle spielen, aber auch die Fans und Zuschauer sollen nicht zu kurz kommen. Mit der diesjährigen Fan-Block-Challenge ist es uns gelungen, auch die Fans für diese geile Stimmung ordentlich zu belohnen. Somit ist es für beide Seiten eine tolle Sache. Diese Challenge könnte aber noch optimiert werden.

Rund 1400 Zuschauer waren am Sonnabend in der MBS-Arena, können Sie damit zufrieden sein?

Wir haben noch einmal nachgerechnet: 1556 waren es genau – wir sind damit zufrieden, denn es waren mehr als in den letzten Jahren. Natürlich wollen wir es auch mal erleben, wenn es komplett ausverkauft ist, vielleicht im nächsten Jahr zum Jubiläum.

Wie beurteilen Sie das fußballerische Niveau der diesjährigen Turnierausgabe?

Ich finde das Niveau gar nicht schlecht und das Spannende ist, dass jeder jeden schlagen kann. Zum Beispiel war Michendorf zum ersten Mal dabei, war mit acht Punkten Erster in der Gruppe und stand direkt im Halbfinale. Uns ist wichtig, dass die Potsdamer Fußallfamilie zusammenkommt und eine gute Zeit hat. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man gegen Freunde und Freundesfreunde spielt und auf den Rängen noch mehr bekannte Gesichter sieht. Das ist der Ansatz der letzten Jahre gewesen. 

In den vergangenen Jahren ging das Turnier früher los, das Finale war in diesem Jahr um 23.20 Uhr zu Ende. War es eine bewusste Entscheidung, das Turnier dieses Mal so spät zu starten?

Ja, weil am Samstag auch die Bundesliga wieder angefangen hatte. Wir hatten deshalb die Befürchtung, dass einige Zuschauer erst nach den 15.30-Uhr-Spielen der Bundesliga in die Halle kommen und damit die Stimmung erst etwas später aufkommt.