A-Junioren Havellandliga: FSV Brück - Fortuna Babelsberg 1:0 (0:0)

Dies war nicht der Tag der Fortuna in Brück. Schon vor der Abfahrt gab es durch das Nichterscheinen von Spielern, trotz Zusage, den ersten kleinen Wermutstropfen. Nur ein Ersatzspieler stand somit zur Verfügung und dieser war stark erkältet. Während die Brücker vom Recht, vier Spieler immer wieder ein- und auswechseln zu dürfen von Beginn an rege Gebrauch machten, stand Fortuna auf Grund der fehlenden Auswechsler diese Option nicht zur Verfügung.

Zu Beginn des Spiels schienen die Gäste zunächst nicht recht bei der Sache. Nach den beiden hohen Siegen in den ersten beiden Spielen schienen Einige wohl an einen Selbstläufer zu glauben. Die Hausherren agierten zu diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe. Erst allmählich zeigten die Babelsberger das technisch bessere Spiel gegen körperbetont agierende Brücker und es ergaben sich erste Chancen, die aber allesamt nicht genutzt wurden bzw. den gut haltenden Keeper Jonas Günter auf dem Posten sahen. So wechselten beide Teams mit dem 0:0 die Seiten.

Auch in Hälfte zwei waren die Gäste die spieltechnisch bessere Mannschaft, aber die Brücker Abwehr stand gut und so verpuffte mancher Angriff im letzten Moment. Trotzdem waren genügend Chancen für eine rechtzeitige Spielentscheidung vorhanden. Es fehlte hier und da die Präzision und/oder das nötige Quäntchen Glück.

Das hatte Fortuna auch nicht in Person des Schiedsrichters, die es bekanntermaßen nicht immer leicht haben, es allen recht zu tun. In dieser Begegnung, um es vorsichtig zu formulieren, agierte er mit einigen Entscheidungen "eigenwillig". Er hatte sich (auch nach Meinung des Brücker Trainers) wohl ein wenig auf den dunkelhäutigen Hans Hamisi Karori "eingeschossen", dem er bereits nach 13 Minuten Gelb gezeigt hatte. Später schickte er ihn (regelkonform) wegen eines Halskettchens vom Platz, akzeptierte aber auch nicht das abkleben mit Tapeband. Dies alles wären nicht erwähnenswerte Randnotizen, wenn nicht etwa 10 Minuten vor Abpfiff eine eigentlich nicht vorkommen dürfende Szene stattfand. Nach einem Foulspiel wurde der Freistoß (der Ball ruhte definitiv) unter den Blicken des Schieris aus halbrechter Position schnell ausgeführt, der Ball gelangt in den Strafraum, ein Brücker wird noch ausgespielt und der Ball landet im Netz. Brücks Spieler trotten ohne Protest mit Hängeköpfen zur Mitte, Fortunas Spieler jubelten und umarmten den Torschützen, es ist Hans Hamisi Karori. Plötzlich, rund 15 Sekunden später, reagiert der Schieri. Nachdem er die gesamte Aktion verfolgt und nicht eingegriffen hatte, erfolgt nun zum Erstaunen aller sein Pfiff und die Entscheidung "der Ball hätte nicht geruht". Dies war eine so krasse Fehlentscheidung, dass man fast "Vorsatz" unterstellen könnte, was wir aber nicht wollen.

Danach wirkten die Babelsberger wie aufgestachelt und berannten den Strafraum der Hausherren, aber diese wehrten sich tapfer und der Ball fand nicht den Weg ins Tor. Und so kam es, wie es oft beim Fußball kommt, statt den besser postierten Nebenmann anzuspielen wurde in der 90.Minute ein Ball im Mittelfeld mehr als leichtfertig vertändelt und die Brücker, die sich sonst kaum Torchancen im Spiel erarbeiten konnten, erzielen mit einem Konter durch Leon Riese das 1:0.

Sekunden danach war Schluss und in der nun etwas aufgeheizten Atmosphäre kam es vor der Bank der Hausherren zu einer Art Rudelbildung mit "Gesprächsbedarf" auf beiden Seiten.

Diese Auswärtsniederlage hat sich aber die Mannschaft letztendlich selbst zuzuschreiben, sie war hausgemacht.