Fortuna Babelsberg gg. Groß Glienicke 0:1 (0:1) 

Das letzte Spiel in dieser Saison war das Kreispokal Finalspiel gegen Groß Glienicke. Jedoch war es auch das letzte Spiel für‘s Trainergespann. Denn sowohl Maximilian Höldtke, als auch Paul Studier werden sich nach dieser Saison anderen Herausforderungen stellen. Dennoch wird beiden, diese Saison und vor allem das letzte Spiel, besonders in Erinnerung bleiben. 

Fortuna war in diesem Finale der klare Underdog. Glienicke spielte eine Liga höher und war dort unangefochtener Staffelsieger. Dennoch kennt man die Redensart „In einem Finale kann alles passieren.“  

Und das nahm sich die Mannschaft von Fortuna zu Herzen.  Die allgemein sehenswerte Saison war überraschend für alle. Das Team wuchs über die komplette Saison zusammen. „Egal, ob Spieler von der C1 oder der D1 Einsatzzeiten bei der U14 bekamen - man war ein Team. Das zeichnet Fortuna aus.“ - Höldtke

Das Finale am 08.06.19 war der krönende Abschluss in dieser Saison und der Verein stand hinter dieser Mannschaft. Mehrere Anhänger fanden den Weg nach Geltow. 

Um 12 Uhr war Anstoß und die ganze Aufregung schien dahin. Konzentriert ging man in die Partie mit nur einem Ziel: Sieg. 

Jedoch war bei der Mannschaft von Dirk Isbarn das gleiche Ziel vorgegeben. Und diese dominierten zunächst. Schon in der 5. Spielminute krachte der Ball an den Pfosten vom Babelsberger Gehäuse. Insgesamt taten sich die Fortunen schwer aus der eigenen Hälfte herauszukommen und Torchancen zu kreieren. Dann die 11. Spielminute - ein zunächst harmloser Einwurf wurde unterschätzt und Max Schmidt, der Glienicker Angreifer nutzte die Chance und brachte seine Mannschaft ein Schritt näher an den Pokal. Kurz vor der Halbzeitpause der erneute Aufreger im 16ner der Fortunen. Jakob Peschel klärte auf der Linie, nachdem Kjel den Ball nicht komplett zur Seite abwehren konnte. Damit hielt der Kapitän seine Mannschaft im Spiel. 

In der Halbzeitansprache hieß es dann „Alles oder nichts.“ 

Motiviert gingen die Babelsberger Spieler in die zweite Hälfte. Dann der nächste Rückschlag. Michael Kneis verletzte sich bei einem Zweikampf, sodass umgestellt werden musste. Jedoch hielt es die Fortunen nicht ab weiterhin alles zu probieren. Und endlich ergaben sich die ersten Chancen. Zunächst Kevin Bo Grundmann aus der Distanz, wobei der Ball den Weg an die Latte fand und Florian Tagnatz aus guten 16 Metern, welcher ebenfalls nur den Pfosten traf. Die Mannschaft vom Stern gab nicht auf. Auch der Torhüter, Kjel Scholz musste noch einmal, in einer Eins gegen Eins Situation, eingreifen. Damit blieb das Spiel bis zum Ende spannend und war für die Fans emotional kaum auszuhalten. Die Emotionen kochten auch auf der Trainerbank über, als Jordy Schulz im Glienicker Strafraum fiel, aber kein Pfiff ertönte. Bis zum Ende gaben alle Babelsberger Spieler ihr Bestes und kämpften, um doch noch den Ausgleichstreffer erzielen zu können. 

Dann jedoch der Abpfiff nach regulären 70 Spielminuten. Ein Tor machte den Unterschied und Groß Glienicke wurde Kreispokalsieger. Seitens Fortuna Babelsberg gratulieren wir der Mannschaft von Dirk Isbarn. 

„Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Jeder hat alles gegeben. Wir haben eine unerwartet starke Saison gespielt. Sind Vizemeister und Pokalfinalist. Das kann uns keiner nehmen. Die Jungs haben sich in diesem Jahr nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich weiterentwickelt. Ich bin Stolz auf diese Mannschaft und werde diese Saison nie vergessen. Bis gleich...“ - Maximilian Höldtke